Druckschrift 
1 (1840)
Entstehung
Seite
68
Einzelbild herunterladen
 

zeigte, die Zeit ihre zerstörende Hand mehr oder mindergelegt hatte,

Als die Damen über eine kleine Brücke gingen, diezu beiden Seiten des Gewässers ans einem dichten Wald-stücke hervorzuschießen schien, erblickten sic die kleineWohnung unter den Ruinen. Sic zeigte sich über undüber epheubedeckt, so daß sie den romantischen und groß-artigen Eindruck, den das verfallene Hauptgebäude machte,eher erhöhete als verringerte.

Unsere Wandercrinnc» öffneten eine kleine Pforteam andern Ende der Brücke, und standen nach wenigen-Minuten am Eingänge der Abtei.

Es war eine mit Nägeln beschlagene eichene Thüre.Zu beiden Seiten derselben schlängelte der Jasmin sichaufwärts, so daß die Damen Mühe hatten, zwischenden Blättern desselben die Glockenschnur zu finden. End-lich scholl der Helle Klang der Glocke durch die verödeteGegend mit einer Wirkung, die in ihrem Contraste et-was Erschreckendes und Eindrnckreichcs hatte. Im Halleiner durch eine wilde Naturscene hin ertönenden Glockebebt etwas Feenhastds, zumal aber ist es da der Fall, wodie Zeit ihr Anrecht ans Herrschaft über die Landschaftgeltend macht; denn in dem Klange ist etwas Geister-haftes , als.erschalle ein Sturmgeläni für die Elfenschaa-ren, die durch den hcrannahcnden Fußtritt des Mensche»sich aufgcschreckt und gestört fühlen.

Eine alte Frau, in der säubern Kleidung cngländi-schcr Landleute, wiewohl in der Mode derselben noch um