40
Sie lieben das zarte Jünglingsalter, wenn es nicht ver-schämt ist, und vvm fünfzehnten bis znni zwanzigstenJahre braucht ein Don Juan * gar nicht erst nach Se-villa zu reisen, nin eine Dona Julia zu findein
Liebe war jedoch nicht die geringste Gefahr, die denKnaben bedrohte. Saviile, der verführerischste aller Hof-meister— Saville, der in seinem Witz, in seinem b»ntan, in seiner Contrvle über die große Welt allen min-der Erhöhet«! und minder Ansprnchvollen ein Gott zusehn schien — Saville war Pcrcy's steter Gefährte, unddabei nicht blos ein Ausschweisling, sondern auch, wiegesagt, ein Spieler! Man mögte glauben, das Spielsey dasjenige Laster, durch welches die Jugend am wenig-sten verlockt wird, und dessen Geiz, dessen Gier, dessenscheuSlichc Selbstsucht und kaltherzige, berechnende Ge-meinheit schreckten alle diejenigen zurück, die bereitsanderen und milderen Gottheiten opferten: allein dasEigentliche an der Sache ist, daß die Jugend den Fehlerhat, dem nicht widerstehen zu können was Mode Ist. DasSpiel ist in allen Ländern das Laster der Aristokratie.Die Jugend findet dasselbe bereits in den besten Zirkelnals festgcstcllt vor : sie wird durch die Gewohnheit derklebrigen angeregt, nimmt deren Gewohnheit an, und —sicht sich dadurch zu Grunde gerichtet.
„Du siehst erhitzt aus, Percy," sagte-Saville, alser seinen! Zögling im Park begegnete. „Ich wundere
' M. s. Lord Bpronk Gedicht! »Don Ina». Ir Ges."
Amu d. Ucbcrs.