Druckschrift 
1 (1840)
Entstehung
Seite
29
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„So ist der Herr dort, der sich so freien und unge-zwungenen Wesens giebt, nicht Ihr Gemahl?" fragtePercy.

„Das wolle Gott verhüten! Meinen Sie, er würdeso lustig seyn, wenn er es wäre? Doch, pah! was kön-nen Sie vom Ehestandsleben wissenI Nein!" führ siemit einer allerliebsten Miene erzwungener Würde fort;„ich bin die 'Kalista', die 'Clariffa' der Gesellschaft,erhaben über alle Aufsicht und allen Ehezwang, und ver-diene drei und dreißig Schillinge die Woche."

„Sind Sie wie über Ehemänner auch über Liebhaber-erhaben?" fragte Percy im Tone eines Frechlings, indemer Saville nachäffte.

„Ei der Tausend! Ist das eines Knaben Frage?—Nein! dann aber müssen meine Liebhaber wenigstenseben so groß gewachsen, eben so reich, und ich sollte mei-nen auch wenigstens eben so alt als ich seyn."

„Ohne Besorgnis-, meine Beste," versetzte Percy;„ich werde keinen Liebhaber bei Ihnen abgeben."

„Werden Sie nicht? Nun, nun, wer weiß! Warumwollen Sie denn nicht mit uns zu Abend essen?"

„Warum sollt' ich's auch nicht?" dachte Percy beisich selbst, weil die Frage ihm jetzt einladender als zuvorgestellt ward. „Wenn Sie mich einladen," antworteteer dann laut, „so will ich."

„Nun, so lade ich Sie denn ein," sagte die Schau-spielerin. Der Heldenspieler der Gesellschaft kehrte sichjetzt Plötzlich herum, ging mit einem Theaterschritt auf