Druckschrift 
1 (1840)
Entstehung
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Vater Undank, Kränkung, Schmach nnd Tod erlitt!Schwöre mir keinen armen, machtlosen Mann zn eheli-chen, der Dir nicht helfen kann die Zwecke jenes Wicder-vergeltens zn erreichen, um das ich Dich anflehe! Schwöre,daß Du trachte» willst Dich mit einem der Vornehmstenzn vermählen, und daß Du das nicht aus Liebe, nicht ausEhrgeiz, sondern ans Haß und um der Rache willen thunwillst! Du wirst streben emporzukommcn, um die zu stür-zen, welche mich verrathen haben! Auf den Pfaden desgesellschaftlichen Lebens wirst Du ein Ergötzen darin fin-den, ihre Eitelkeit zu demüthigcn, nnd in Staatsintrigueujegliche Maßregel treffen, um zu ihrem ewigen Sturzehinzuwirken. Zu diesem großen Ziele zu gelangen, wirstDn jedes Dir mögliche Mittel anwenden, —

„Wie? Dn stockst? Sprich nach!" —

„Du wirst lügen, kriechen, höfelu und Laster nichtfür Laster anschen, sobald es Dich nur um ein Härchender Racheausübung nähcrbringen kann! Mit diesem mei-nem Fluche gegen meine Feinde verflechte ich meinen Se-gen über Dich, thcnre, innig geliebte Constanze; überDich, die Du mir alles Liebes und Gutes erzeigtest, obzwar Du mich nicht hast retten können. — Gott segneDich, mein liebstes, mein einziges Kind!"

Nud Vernvu brach in Thränen aus.

Zwei Stunden nach diesem seltsamen Auftritte, undgenau um die dritte Stunde nach Mitternacht, erwachteVernon nach einem kurzen und unruhigen Schlummer'Schon begann der Tag, denn es war hohe Sommerszeit,