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1 (1879) Die linksrheinische Textilindustrie
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II. 2.

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Zunächst wurde die kirchliche und politische Rechtgläubig-keit der Kapkine Cronenberg und Dr. Litzinger verdächtigtund beide vor den Erzbischof citirt. Der letztere Kaplanforderte nach kanonischem Recht die Konfrontation mit seinenAnklägern und den Nachweis dessen, was er denn Schädlichesgesagt habe. Beides konnte nicht geschehen; der Erzbischoferklärte einfach, den Denuncianten mehr zu glauben, als demBeklagten. Sie trennten sich in der höchsten Aufregung undDr. Litzinger schickte von Aachen aus Zeugnisse über seinekirchliche Rechtgläubigkeit mit ll4 Unterschriften von Ge-meindegliedern und übei seine politische Thätigkeit vom Polizei-präsidenten ein, welch letzterer sogar seinen vermittelndenEinfluss belobte. Beide Männer erhielten einen strengen Ver-weis; weiter hatte das keine Folgen, da mit Beginn des Kultur-kampfs die Zeit vorüber war, wo man sich der unbequemenKapkine durch einfache Versetzung hätte entledigen können.

Den finanziellen Sturz führte Cronenberg selbst herbei.Im Jahre 1873 war mittlerweile die allgemeine Geschäftskrisiseingetreten. alle Finanzinstitute wurden mehr oder wenigerdavon in Mitleidenschaft gezogen, auch die Baugenossenschaftzum heiligen Paulus hatte ihre Operationen über Vermögenausgedehnt. Theils von Ehrgeiz, theils vom Bestreben geleitet,die Arbeiterbewegung einheitlich zu gestalten, hatte Cronen-berg sämmtliche Geschäfte in seiner Hand vereinigt; dieserAufgabe zeigte er sich aber gar nicht gewachsen. Er liess eszu, dass Kassen verschiedener Institute Wechsel auf einanderzogen; ein Wirrwarr trat allenthalben ein und die finanzielleLage wurde sehr bedenklich. Das war eine erwünschte Ver-legenheit, im Jahre 1874 wurde die grösste Hypothek von17000 Thalern, welche vom früheren Besitzer stehen gelassenwaren, gekündigt. Fand sich nun keine Deckung, so fiel dieBaugenossenschaft, das Paulushaus, der Verein!

Zwei Wege gab es, Geld zu beschaffen. Cronenberg hattein Duisburg mit dem Freiherrn von Sch.-A. und an einemandern Orte mit anderen hervorragenden Parteihäuptern Unter-redungen, in welchen ihm Hülfe zugesagt wurde unter der Be-dingung, dass er in Zukunft niemals wieder einen Verein oderein Blatt leiten sollte. Damit hätte Cronenberg seine Sachevöllig aufgegeben, er schlug daher einen anderen Weg ein.Der Kulturkampf stand damals in voller Blüthe, die Regierungund die Liberalen waren auf dem linken Rheinufer ganz ver-lassen, wie war es, wenn in der schwärzesten Stadt einePartei die Oberhand gewann, welche in kirchlicher Hinsichtkeinerlei Opposition machte und die Ultramontanen beschuldigte,über ihre hierarchischen Gelüste das Wohl des Volkes zu ver-nachlässigen! ? Die Verhandlungen kamen in Gang, Cronen-berg war in Berlin, wie es hiess, um für seine Baugenossen-schaft die Aufhellung der Soli darhaft zu erwirken, er suchte