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1 (1879) Die linksrheinische Textilindustrie
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II. 2.

AVindhorst nicht auf, ein Privatmann von sehr bekanntenBeziehungen fand sicli in Aachen. der das Geld auf sichereHypothek hergab, momentan konnte Cronenberg auf-athmen. Dr. Litzinger führte in einer Rede aus, dass wie derStaat nothleidende Bahnen unterstütze, er auch die Pflichthabe, nothleidenden Arbeitergenossenschaften zu Hülfe zukommen.

Der Hauptschlag war parirt, aber die Unternehmungtrug den Keim zu einer chronischen inneren Krankheit in sich.Das Statut der Baugenossenschaft war nämlich so mangelhaftund nachlässig abgefasst, dass es die Kündigung der Einlagenzuliess; es war daher üblich, dass die Genossen ihr Geld imNothfall herausnalnnen und später wieder hiueinlegten. Jeschärfer die Krisis, desto häufiger wurden die Kapitalzurück-ziehungen, immer misstrauischer die Genossen, immer drängen-der suchten sie ihre Einlagen zu retten. Kaum war Geld inder Kasse, um die Rechnungen von Handwerkern und Kauf-leuten zu bezahlen, so wurden Kapitalien gekündigt; in denJahren 1874 und 1875 lief ihre Summe auf 18000 Thaler an.Die Geldverlegenheiten wuchsen dem Director der Genossen-schaft, Cronenberg, über den Kopf, und um die besorgten Ge-nossen vor weiteren Kündigungen abzuhalten, mag er die Lageder Unternehmung als weniger bedrängt dargestellt haben;laut dem am 9. November 1878 gefällten ürtheil soll er zwei-mal durch Erregung von Irrthum das Vermögen von Arbeiternum Geldbeträge beschädigt und nach §. 263 des R.-St.-G.-B.sich des Betruges schuldig gemacht haben, was aber da-mals nicht in die Oeffentlichkeit drang. Endlich zog ein Vor-mund für sein Mündel die Einlage von 1000 Thalern zurück,die Genossenschaft konnte sie nicht zahlen und wurde am1. Januar 1876 fallit erklärt.

Diesen Sieg galt es auszunutzen. Ein vorgeschobenerMann machte den Genossenschaftern klar, dass die Unter-nehmung nicht gerettet werden könnte, solange Cronenbergan der Spitze bliebe. Es begannen die geheimen Intriguen zuspielen, Cronenberg wurde ein Institut nach dem andern ausder Hand gewunden, der Vorstand von der Konstantia gewonnenund dem Präses unmöglich gemacht, mit demselben fortzu-arbeiten. Er forderte daher die Neuwahl des Vorstandes, fielaber damit auf der Generalversammlung des Vereins durchund legte in Folge dessen sein Amt nieder in der sicherenHoffnung, wiedergewählt zu werden. Das wäre auch gewissgeschehen, zahlreiche Adressen bestürmten den Vorstand, eineneue Generalversammlung einzuberufen, was nach dem Statutgeboten war, aber jener blieb fest und gab keine Gelegenheit,den Feind wieder an die Spitze zu bringen. So fiel Cronen-berg am 5. April 1876. Der von der Konstantia vorgeschlageneKaplan Teus trat nunmehr an die Spitze, blieb mit dem Paulus-