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II. 2.
aller Fabrikarbeiter, ihr Hass gegen die Fabriken, die Zwing-burgen der Handwerksehre, -Freiheit und -Selbständigkeit.Lieber stirbt der Meister auf dem Brette seines Hand-stuhls, als in jenen Frohnhof zu wandern, und wenn er Mittagsden Fabrikarbeiter sein Mahl am Grabenrande einnehmensieht, das die Frau eine halbe Stunde weit herbeigeholt hatund dem der Mann eine halbe Stunde entgegengegangenist, oft in Regen, Schnee und Wind, — so gibt es ihm Kraftauf Jahre hinaus, lieber bei kargem Lohne in eigenem Zimmerzu arbeiten, als zu werden, wie jener. Diese zarten Männer,sie wissen es, wie schwer der Kampf gewesen, aus Fabrik-arbeitern zu Handwerkern aufzusteigen, und mit unsäglicherTrauer sprechen sie von der jungen Generation, welche fürein Mehrverdienst von ein paar Groschen ihre Freiheit undSelbständigkeit zuni Opfer bringt. Gerade für diese älterenWeber, schon kränklich und nicht mehr zu andauernder Arbeitfähig, eignet sich die Ilausweherei in eigenem Zimmer vortreff-lich. So findet der technische Fortschritt Gegner in den Ge-hülfen selbst, auf welche er sich stützen sollte, und begegnetmehr Opposition in den Personen als in den Verhältnissen.Allein solche Gefühle, so ehrenwerth sie auch sein mögen,halten den Siegeslauf des Dampfes nicht auf, sie könnten viel-leicht zu der traurigen Folge führen, dass der rauchende Schlotstatt in Crefeld seinen Standort in der Schweiz oder in Eng-land findet. Andere Menschen haben dort andere Gefühle,-}Dampf und Eisen sind unerbittlich gegen Handwerksehre,-Selbständigkeit und -Freiheit.
IV. Die Konjunktur.
Worauf beruhen die periodischen Erschütterungen der In-dustrie? Auf einem Zusammenwirken der mannigfaltigstenUmstände, welche den Gang der Produktion beeinflussen, aufder Konjunktur.
Bei dem hohen Antheil des theuren Rohstoffs am Waaren-preise ist der Ausfall der Ernte von der höchsten Bedeutung.Krankheiten der Raupen wie 1860, Erfrieren der Maulbeer-bäume wie am 14. April 1876 bringen Unheil über ganzeWebergegenden. Der letzgenannte Frost, welcher sich überganz Südeuropa erstreckte, hatte anfangs auf die Preise keinenEinfluss; die allgemeine Ueberzeugung der Fabrikanten gingdahin, man habe Seide genug, um den schwachen Bedarf zudecken, der Ausfall möge so gross sein, als er wolle. Dazeigte sich die Missernte in der zweiten Hälfte des Juni zu-erst in Spanien, dann in China, in Europa ergab sie nur ein