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1 (1879) Die linksrheinische Textilindustrie
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II. 2.

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in die eigne Hand zu nehmen, indem er auf den 1., 2. und3. December 1873 einen Kongress der christlichen Arbeitervon Rheinland und Westphalen in das Paulushaus einberief.In dem Vorberichte erklärte er, dass mit denChristlich-socialenPlättern, deren Redacteur in seiner materiellen Existenzgrösstentheils von denselben abhängig sei, freie Männer christ-lich-socialer Richtung sich nicht befreunden könnten, dass fernerdie bisherigen Generalversammlungen der Katholiken sich fastausschliesslich mit religiösen Fragen beschäftigt und auf dasGebiet der christlichen Karitas beschränkt, den Kern dersocialen Frage aber unberührt gelassen hätten, und dass end-lich das im März 1870 in Elberfeld niedergesetzte Central-komite nichts mehr von sich hören lasse, daher müsstendie christlich-socialen Arbeitervereine selbständig handelnd auf-treten.

Die Gegenstände, welche auf dem Kongress zur Verhand-lung gelangten, waren sehr mannigfaltige. Eine Enquete überArbeiterverhältnisse seitens der Vereine wurde beschlossen undtheilweise auch ausgeführt, obwohl die Resultate nicht ver-arbeitet worden sind. Die Reorganisation der Armenpflegewurde herathen, die Bildung von Baugenossenschaften fürwünschenswerth erklärt, die Gründung grösserer Bildungsvereinein Aussicht genommen und dieEssener Blätter den Arbeiter-vereinen empfohlen. Der Kongress erklärte sich für unver-kürzte Beibehaltung der Koalitionsfreiheit, für den Normal-arbeitstag von 10 Stunden in Fabriken und 8 Stunden in Berg-werken, Ueberstunden sollten doppelt gelohnt werden,für die Abschaffung der Sonntagsarbeit und der Arbeit derverheiratheten Frauen, für die möglichste Einschränkung derMädchenarbeit in Fabriken, für eine Aufbesserung der Gehälterder Schullehrer, für eine Theilnahme der Arbeiter bei Auf-stellung von Eabrikordnungen und bei Fesstellung der Ver-wendungen von Strafgeldern, für eine Reform des Gewerbe-gerichts in dem Sinne, dass ein Jurist als Richter den Vorsitzführt, die Beisitzer zu gleichen Theilen Arbeitgeber und -nehmersind und Diäten beziehen. Endlich ersuchte der Kongress denPaulusverein zu Aachen, zur Aneiferung der übrigen Arbeiter-vereine mit der Errichtung vonErwerbsgemeinden für billigereBeschaffung der gewöhnlichen Bekleidungsstücke und Nahrungs-mittel vorzugehn. .

Die Anträge des örtlichen Komites, d. h. Cronenbergs,waren nicht unerheblich weitergehend. Dieselben empfahlendie Produktivgenossenschaften, forderten ein Verbot der ge-sammten Frauenarbeit in Fabriken, schlugen eine Gesannnt-adresse der Arbeiter für die Einführung des allgemeinen directenund geheimen Stimmrechts für alle Vertretung vor, sie nahmeneine allgemeine Organisation der Arbeiter über ganz Deutsch-