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1 (1879) Die linksrheinische Textilindustrie
Entstehung
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II. 2.

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veranlasst werden, die beabsichtigte Fahrt zu unterlassen undandere auf der Fahrt Begriffene würden bei Zeiten ein Segeleinziehen. Zwar würden Schiffbrüche nicht vermieden werden,aber die Chancen der Fahrt wären günstigere und bekannterdie Strömungen im wirtschaftlichen Aether.

Die industrielle Warte würde etwa den Handelskammernvon Crefeld, Elberfeld und Gladbach (für Viersen) unterstelltsein und könnte vielleicht auf eine internationale Vereinigungmit den französischen, englischen und schweizer Industriellenhinarbeiten. Wie die Trocknungsanstalt die Seide wiegt, solljene die Nachfrage wägen, eine schwierigere, aber doch nichtunausführbare Aufgabe. Aber selbst wenn sie gelöst wäre, sowürden die meisten Fabrikanten doch nicht nach den allgemeinvolkswirtschaftlichen Erfordernissen, sondern nach ihrem mo-mentanen Vorteil verfahren. Es entsteht daher die heikleFrage nach einer Organisation der Kaufmannschaft an Stelleder gegenwärtigen Verfassungslosigkeit. Soll man etwa dieruinöse Konkurrenz namentlich der kleineren Firmen dadurchbeseitigen, dass man die Etablirung einer Seidenfabrik vomNachweise eines gewissen Vermögens abhängig macht, odersoll einem jeden Unternehmer das Maximum seiner Jahrespro-duktion fixirt werden ? Solche Massregeln sind bei der gegen-wärtigen Auffassung ebenso aussichtslos wie in der Tliat auchunpraktisch. Das nächste Ziel wäre eine auf freier Ueberein-kunft beruhende Vereinigung, welche zuerst die Einrichtungder industriellen Warte in die Hand nimmt, gestützt auf derenBerichte Circulare mit AVarnungen und Ermahnungen an dieMitglieder ergehen lässt und allmählich zu einer Vertheilung derBestellungen und einem System der Konventionalstrafen über-geht, wie solches bei den Eisenindustriellen bereits existirt. Sowürden dann nach und nach bei Zusammenrechnung der Han-delskammer für die Vertretung der commerciellen Interessen, desGewerbegerichts zur Beilegung der industriellen Streitigkeiten,des Organs zur Verhütung des Seidendiebstahls, der Trocknungs-anstalt der Seide, der industriellen Warte der Konjunkturen,der Webeschule für die technische und kunstgewerbliche Aus-bildung eine ganze Reihe von Funktionen sich ergeben, welcheeinem späteren corporativen Verbände Leben und Existenz-berechtigung einhauchen könnten. Dazu käme der grosse Vor-theil , dass die Kaufmannschaft endlich ein officielles Organbesässe, um mit den Arbeitern zu verkehren.

Wie ist der Arbeiterstand zu organisiren, um den ver-nichtenden Wirkungen der Konjunkturen ein Gegengewicht zubieten? Die Weber selbst kennen nur ein Mittel, welchesnach ihrer Ansicht unfehlbare Hülfe gewähren könnte: dieLohnliste. Das zwingt uns, näher auf dieselbe einzugehen.

Das Streben nach einer Lohnliste scheint bei den Seiden-webern allenthalben verbreitet zu sein. Auch in Lyon machten