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II. 2.
vermag nur die leichtere zu leisten, und gerade in dieser be-gegnet er der unüberwindlichen Konkurrenz seines Weibes.Die Hände büssen ihre Zartheit ein und werden vollendsruinirt durch das letzte Hülfsmittel jeder bedrängten Gemeinde,den Wegebau. Das Kassenwesen ist gar nicht, die Armenpflegeganz primitiv in den Dörfern entwickelt. Beim Fabrikbetriebeerfüllt die Krisis mit Notli und Elend einen einzigen Ort, heider Hausindustrie wälzt ein ganzer Landstrich sich auf demSchmerzenslager.
Der hausindustrielle Betrieb schmiegt sich mit Leichtig-keit dem Wechsel der Konjunktur au. Hinsichtlich der Be-schaffung des Anlagekapitals stösst der Fabrikant hei einemAufschwünge auf keine nennenswerthen Schwierigkeiten; das-selbe ist ja bei den in der Industrie beschäftigten Personen sodecentralisirt, dass jeder Meister sein Quantum unschwer auf-bringen kann und der Kaufmann höchstens einige Vorschüsseoder Kredite für Webstühle und Windemaschinen zu gewährenhat. Ebenso wenig Rücksicht hat er beim Rückgänge auf eineVerzinsung zu nehmen: dem Weber ruht der Stuhl, der AVinderinder Haspel, dem Färber kocht nicht mehr der Kessel und ihmselbst steht nur die Kettenschererei und die Appretur, woferner überhaupt eine besitzt, still. Das Anlagekapital spielt alsobeim Verhalten des Fabrikanten eine geringe Rolle; das Be-triebskapital, sein Baargeld, ist für ihn die Hauptsache. Das-selbe geht im Wesentlichen in den Arbeitslöhnen auf, und istdaher in Folge günstiger Waarenpreise momentan ein guterGewinn in Aussicht, so strebt er sofort sein Kapital in derIndustrie rentabel zu machen und setzt die Arbeiter in Tliätig-keit; hören die Chancen des Gewinnes auf, so zieht er ebenso rasch sein Kapital aus der Industrie heraus, entlässt ohneBedenken die Arbeiter und findet für sein Baargeld auch ander-weit eine augenblickliche Verwendung. Die Konjunktur wirktalso unmittelbar auf das Schicksal der Arbeiter ein. Beim Fabrik-,betriebe ist das anders. Bevor ein Privater (nicht eine Aktien-gesellschaft, deren Kapital ja auch decentralisirt in vielenHänden ist) zur Anlage eines so grossen Kapitals schreitet,erwägt er mehr die Dauer der Chancen und geht mit grössererVorsicht zu Werke; ist aber die Fabrik einmal im Gange, soerfordert sie einen kontinuirlichen Betrieb, um die Zinsen desAnlagekapitals zu gewähren, und das dazu gehörige Betriebs-kapital kann nirgendwo anders eine Verwendung finden als inder Fabrik selbst. Es wäre undenkbar, dass bei mechanischemBetriebe 7000 Webstühle mit 21000 Arbeitern in einem Jahreausser Thätigkeit gesetzt worden wären.
Die hausindustriellen Kaufleute preisen bei Krisen ihrSchicksal, keine Fabrikbesitzer zu sein. Dennoch haben dieLöhne bereits eine derartige Höhe erreicht, dass diejenigenArtikel, welche ihren Werth mehr als die andern durch die