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1 (1879) Die linksrheinische Textilindustrie
Entstehung
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auf den internationalen Kongressen in Wien (1873), Brüssel(1874) und Turin (1875) zwar angenommen, gelangten abernicht zur Durchführung, weil Lyon dem deutschen GedankenWiderstand leistete und weil freilich der Turiner Titre bereitsinternationale Geltung besitzt.

So hat sich die Anstalt zu einer öffentlichen Wage undeinem öffentlichen Verificationsbureau entwickelt; für eine Reihevon Operationen, welche in der Industrie Vorkommen, hat siegleichmässige Nonnen festgestellt, Willkür, Uehervortheilungund Chicane verhütet und den Handelsstand häufig bewahrt,sein Geld auszugeben für Wasser.

Unter den Hülfsgewerben hat wohl die Färberei dieglänzendste Entwickelung genommen. Seit dem Jahre 1842hatten die Lohnfärbereien die eigenen Anstalten der Fabri-kanten verdrängt und den Ruhm des noir prussien selbst inLyon als unübertroffen verbreitet; seit jener Zeit datirt ihreAusdehnung in Crefeld (Anlage YI). Es betrug die Zahl der:

Jahr

Färbereien

Arbeiter

Auf eine Färbereikamen Arbeiter

1845

20 in Seide

270

13,5

1852

20

300

15,o

1864

29

584

20,i

1870

34 und Baumw.

791

23,2

1876

44

1074

24,4

Diese Färber arbeiten nicht gleich den WupperthalerRothfärhern auf eigene Rechnung, sondern gegen Lohn und diemeisten gelten daher in der socialen Rangordnung als Handwerker.Ihre Technik hat sich in den letzten dreissig Jahren ausser-ordentlich gehoben; heute erhalten sie eine allgemeine Bildungzuerst auf der Gewerbeschule, dann sind sie praktisch thätigin den Färbereien der Schweiz und Lyons und treten endlichin ein bestehendes Geschäft ein oder gründen ein neues; einewissenschaftliche Bildung auf einer höheren technischen Schulesoll nur Wenigen zu Theil geworden sein. Dadurch wird eserklärlich, dass die Kommis grösserer Firmen, welche beträcht-liche Bestellungen auszutheilen haben, noch eine so grosseMacht über Viele besitzen; jene führen nämlich manchmal einKommissionsgeschäft von Farbstoffen und geben gut gelohnteArbeit nur demjenigen Färber, welcher die stillschweigend ein-gegangene Bedingung erfüllt, beim Kommis oder in einem be-freundeten Laden die Materialien zu entnehmen; selbst auf-merksame Fabrikanten kommen unvermuthet grossen Unter-schleifen auf die Spur.

Die in Strängen gefärbte Rohseide wird auf Bobinen ge-wunden (gehaspelt, gespult), ähnlich wie wir den Nähzwirnauf eine hohle Holzaxe mit Rädchen zu beiden Seiten aufgerollt