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aus Holland und Westpreussen haben sich zurück in ihreHeimath begeben, die Einheimischen aus der Eifel fast allewieder Beschäftigung in der Land- und Forstwirthschaft ge-funden; die Arbeiterinnen sind bemüht, Gesindedienst zunehmen: andere Frauen, welche sonst keinen Erwerb zu suchenbrauchten, versuchen jetzt Tagelohnarbeit zu erhalten oder gehenKräuter suchen. Tausende anderer Arbeiter finden aber inihrer Heimath keine Beschäftigung, und am gedrücktesten sinddie hausindustriellen und die Fabrikarbeiter in der Textil-und Nadelindustrie; sie sind in den Städten und Dörfern an-sässig, haben daselbst ihre Familien; ihr ganzes Dasein istbereits seit Jahrzehnten auf die Industrie eingerichtet, undsie können es nicht anderweit zu verbessern suchen.
Einen Theil der Entlassenen finden wir bei den Wege-,Brücken- und Eisenbahnbauten wieder, welche der Staat unddie Gemeinden jetzt zu billigen Preisen ausführen und dadurchdie Armenkasse vor einer Belastung durch reine Almosenschützen. Häufig haben die Gemeinden grosse Schwierigkeitenzu überwinden, um die Bauten durchzusetzen und das Capitalzu beschaffen; sie fassen daher dieselben als einen Act derGnade gegenüber den Arbeitern auf, während es doch einestaatlich ihnen auferlegte Verpflichtung ist, ihre Armen zuversorgen. Ihrer Auffassung entsprechend sind die Tagelöhnesehr niedrig bemessen; ich habe solche von 1,25 M. gefunden;sie glauben, das sei schon viel, wie denn eine Gemeinde ihrenErlass über den Wegebau mit den Worten anhebt: Es wirdvorausgesetzt, dass die Arbeiter, die gewährte Begünstigunganerkennend, u. s. w. In der Stadt Aachen finden wir z. B.in den Monaten Januar bis April 1878 etwa 105—125 Arbeits-lose beim Abträgen des Walls, bei Strassenbauten, bei derKanalisirung und als Gassenkehrer wieder; andere -werden beimBergwerk Altenberg zum Aufsuchen neuer Galmeigruben be-nutzt. Doch diese Arbeiter sind fast alle solche, die früherin Berg- und Hüttenwerken und im Baugewerke beschäftigtwaren; die eigentlich feinen Handarbeiter, wie Spinner, Weber,Nadler und ähnliche zögern, sich solchen Beschäftigungenzuzuwenden und auch mit vollem Piecht; denn ein solches Ver-fahren wäre ein wirthschaftlicher Selbstmord. Beruht ja doch inzahlreichen Gewerben die einzige Quelle der Ernährung aufder Geschicklichkeit und Feinfühligkeit der Hand, welche siehei Erdarbeiten bald einbüssen würden. Ausserdem sind sie,an die heisse Luft der Fabrikräume gewöhnt, von so schwäch-licher Konstitution, dass sie unfehlbar den Einflüssen derWitterung erliegen würden. Diese Arbeiter bleiben, was siedurch die Entlassung wurden: Arbeitslose, Verdienstlose, Arme!
Jetzt beginnt, wie überall nach Krisen, die Periode derArmensuppen mit „nahrhafter Kost“, der Vertheilung von Brot,der Spenden von Almosen, der Subscriptionen und öffentlichen
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