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In den Hüttenwerken werden zunächst die auswärtigenArbeiter entlassen, während man die ortsangehörigen nachMöglichkeit beibehält; dann müssen vor den eigentlichenHüttenarbeitern die Platzarbeiter und Handlanger weichen,die Hüttenarbeiter werden zu Platzarbeitern. die Meisterzu Hüttenarbeitern degradirt. In andern Fabriken werden zu-erst die schlechtesten, dann die zuletzt angenommenen Arbeiterentlassen. Zuverlässige Nachweisungen über solche Ent-lassungen, namentlich im Jahre 1874, fehlen; über die seitdem 1. December 1874 stattgefundenen giebt folgende Tabelleannähernden Aufschluss. Es •waren beschäftigt Arbeiter am1. December:
in
1877 |
1876
1875
1874
Aachen: Textilarbeiter . . .
■ 5596 j
6152
_
_
Aachen: Nadelarbeiter . . .
2044 |
2279
—
—
Burtscheid .
2436 1
2566
—
34^!Ü
Esclnveiler .
! 3720 |
3530
—
5250
Stolberg und Umgegend . . .
3975
4400
—
4620
Eupen.
. 2011 :
2147
—
—
auf sämmtlichen Kohlengruben
5987 1
6442
6664
_
davon bei den Gruben selbst .
i 4958
5564
5629
—
Die verschiedenen industriellen Ortschaften sind nicht ingleichem Masse von den Entlassungen betroffen worden. Stol-berg z. B. ist wegen der beispiellosen Vielseitigkeit der be-triebenen Gewerbe in der glücklichen Lage, dass selbst beiKrisen die Erwerbslosigkeit weniger akut auftritt als in anderenOrten, wo die Arbeitsgelegenheit eine beschränkte ist. InDüren liegt die Industrie in ausserordentlich capitalmächtigenHänden; sie ist während der Glanzjahre nicht übermässig aus-gedehnt und später auch nicht bedeutend eingeschränkt worden.In der Textilindustrie wären die Entlassungen noch viel zahl-reicher gewesen, wenn die Fabrikation der Kammgarnstoffenicht bedeutend mehr Hände beschäftigte als die der glattenStoffe. Trotz alledem tritt der Rückbildungsprocess" heftiggenug hervor und würde sich noch greller zeigen, wenn wirdas Jahr 1873 zum Ausgangspunkt unserer Vergleichung neh-men könnten.
Nur die alten gelernten Arbeiter werden als Stamm desBetriebes aufbewahrt; sie und die Maschinen sind das eiserneInventar, dessen die Industrie sich nicht entäussern kann.Aber auch diese Arbeiter sind in ungünstiger Lage. Allent-halben wurden die Accordsätze erniedrigt; in den Stein-kohlengruben ging der Durchschnittslohn pro Schicht in denJahren 1875—77 von 2.82 auf 2.67 und 2.37 Mark, also um16% herunter; in einigen Maschinenfabriken sind die Stück-löhne um 20% herabgesetzt worden. Freilich wären dieWochenverdienste nicht in gleichem Masse gefallen, weil der
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