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schäften, welche hohe Dividenden zahlten. Diese durch einvorübergehendes Bedürfniss geschaffenen Fabriken machtennach Beendigung des Krieges, geschützt durch den erhöhtenZolltarif, den Versuch, die besseren Artikel für den Friedens-bedarf anzufertigen. Den meisten misslang das; sie gingen zumTheil in Folge des Mangels an geschickten Arbeitern zu Grunde,und die Etablissements gelangten in andere Hände, welche zumTheil wieder zu Grunde gingen, bis schliesslich die Fabrik-besitzer letzter Hand bei sehr reducirtem Anlagecapital dochprosperirten, da der Arbeiterstamm bestehen geblieben und durchherangezogene deutsche Meister und Arbeiter inzwischen er-gänzt und ausgebildet war. So hatten die einmal bestehen-den amerikanischen Tuchfabriken durch hohe Schutzzölle unddurch C-apitalverluste der Gründer und ersten Käufer sich inihrem Dasein behauptet. Aehnlich die deutsche Eisenindustrie,welche in ihrer übermässigen Ausdehnung nur auf einem vor-übergehenden Bedürfnisse beruhte, dann aber, einmal ins Lebengerufen, ihre Existenz durch Schutzzölle zu wahren strebt, umendlich nach Verlust des Actiencapitals den letzten Händenvielleicht wieder rentabel zu erscheinen. Nach einer der-artigen Amortisation ihres Anlagecapitals war schliesslich dieamerikanische Tuchindustrie ausserordentlich lebensfähig; sievermochte der fremden Concurrenz mit Erfolg zu begegnen undnur wenigen Ländern ist die Möglichkeit geblieben, doch nochmit Nutzen für die Vereinigten Staaten zu arbeiten; so in ersterLinie England, welches über Canada einen grossen Schmuggelbetreibt.
Während dergestalt die Aachener Industrie ihren besten Ab-nehmer verlor, verlängerte sich der Absatz auch nach Italien,Spanien und Portugal, theils weil die Zölle daselbst erhöhtwurden, unter deren Schutze die kleinen bestehenden Fabrikensich in grössere verwandelten, theils weil, wie in Italien, durcheine bessere Grenzbeaufsichtigung der früher grossartig' betriebeneSchmuggel unmöglich gemacht wurde. Immerhin blieb dieLage eine sehr gute. Frankreich gab lange Zeit allerdingsdie Mode an und verführte feine Stoffe ins Ausland, nament-lich nach Deutschland; aber mit vier Fünfteln seiner Productiondeckte es doch nur den eigenen Bedarf. England leistete infeineren Stoffen wenig, während deutsche Firmen mit Erfolgfranzösische Stoffe imitirten. Deutschland versorgte den Zoll-verein fast ganz allein; die Aachener Fabriken dominirten inden feineren Tüchern und hatten neben dem verbliebenen Ab-satz in Nordamerika, Italien und Spanien auch guten Exportnach Russland und Südamerika. Nur mit Unrecht misst dieHandelskammer den Handelsverträgen von 1862—65 die Haupt-schuld am Rückgänge bei; Deutschland behielt vielmehr seinenExport von 1865; derselbe wurde in Folge verstärkter Kon-kurrenz nur weniger lohnend nach einigen Ländern, wie z. B.