444 Geschichte der Kreuzzügc. Buch VIII. Kap. Xlll.
^- 2 «/chen diese Landleute erstatten konnten, da sie in häufigemVerkehre mir Constantinopel standen, erfuhr Alerius, daßkeine Zeit für eine Unternehmung gegen diese Stadt günsti-ger wäre als die damalige, indem der Mangel und dieNoch des Kaisers Balduin und seiner geringen Miliz de» höch-sten Gipfel erreicht hätten, und daß die venetianische Flotteunter der Anführung des kürzlich angekommeneu veuetiani-schen Statthalters, Marcuö Gradenigo, nicht nur mit denvenetianischen Truppen, sondern auch mit einem Theile derfranzösischen Ritterschaft nach der thracischen Stadl Daph-nusia an der Küste des schwarzen Meeres gesegelt wäre,dergestalt, daß Constantinopel fast gänzlich von Truppenentblößt wäre *2). Diese Meldungen bewogen den Aleriusnach einigen Bedenklichkeiten ohne Wissen und Willen desKaisers Michael Palaologns am 24 . Julius sein Heer andie Mauern von Constantinopel zu führen und den Angriffvon der Seite des goldenen Thors zu miternehmen. DerErfolg übertraf die Erwartungen des griechischen Feldherr,,;die Bauern, welche ihn zu dieser Unteruehmuug bewogenhatten, erstiegen, ohne Widerstand zu finden, die Mauer,erschlugen die Wächter, welche sie meistens schlafend antra-fen, und öffneten sowohl das vermauerte goldene Thorals andere benachbarte Thore, worauf Alerius mit demübrigen Theile seines Heers am Morgen des 2 z. Juliusin Constantinopel einzog Weder der Kaiser Balduinnoch die übrigen Franzosen und Italiener, welche daselbstzurückgeblieben waren, hatten den Muth, sich zu vertheidi-
48) 6 eorg. Urolixm. läb. II. c. 26 .I>. go-
4g) Oie verschiedenen abweichendenErzählungen über die Wicdercrobe,rung von Constantinopel durch dieGriechen s. bev Oucangc a. a. O.
cN. »4 —s6. x. ,zz—iZg. Unter de»morgenländlschcn Geschichtschreibernerwähnt nur Abulfaradsch (Oi,ron.8>-r. x. 50g) dieser wichtigen Bege-benheit mit einiger Ausführlichkeit.Vgl, UeiuLUÜ Uxlrailz >>. 408- 434-