436 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIII. Kap. Xlll.
Titel eines Kaisers von Thessalonien angenommen hatte °^),von Westen her vor, indem er die Schwache der Lateiner,welche die Folge ihrer in Kleinasten erlittenen Niederlage war,mit noch größerer Thätigkeit und Geschicklichkeit als selbstJohannes Vatatzes benutzte. Ohne große Schwierigkeiten er-oberte Theodorus Mosynopolis, Didymoteichon und andereStädte, vertrieb die Besatzung des Kaisers von Nicäa ausAdrianopel, setzte sich selbst in den Besitz dieser Stadt unddehnte seine Streifereyen bis zu dem -Weichbilde von Con-stantinopel aus 22). Vergeblich bemühte sich der PapstHonorius der Dritte, dem Kaiser Robert in dieser bedräng-ten Lage die Hülfe der abendländischen Fürsten zu erwirken;die Ermahnungen des Papstes fanden um so weniger Ge-hör, da Robert selbst seine hülfsbedürftige Lage verschlim-merte, theils durch sein unbesonnenes Betragen sowohl gegenJohannes Vatatzes, welcher ihm einen billigen Frieden ge-währte, als gegen die Barone von Constantinopel, theilsdurch seine Trägheit und gänzliche Unfähigkeit, in schwieri-gen Verhältnissen sein Ansehen und seine Würde zu behaup-ten. Robert entschloß sich endlich, da er von seinen eigenenUnterthanen sich verachtet sah, Constantinopel zu verlassenund an dem Hofe des Papstes Gregor des Neunten, wel-cher indeß dem Papste Honorius dem Dritten gefolgt war,Beschwerden über die Beleidigungen, welche er von seinenBaronen erfahren hatte, vorzutragen; und als er auf denRath des Papstes von Rom nach seiner Hauptstadt zurück-kehren wollte, starb er an einer Krankheit in Achaja imJahre 1228 ^°). Da Robert keinen andern Thronerbenhinterließ als seinen damals zehnjährigen Bruder Balduin,
28) Mccxk. 6regor. II. 2. 50) Oiicsiixc a. <1. O. oll. 12. I'. 87.
2g) Olicanxo a. <1. O. cl>. 7.
?. gr. g 3 .