Der Papst Alexander IV. 393
des Papstes Jnnocenz, den Cardinal Rainald, Bischof von^dr-Ostia, Sohn des Grafen Philipp von Segni, einen Ver-wandten der großen Päpste Jnnocenz des Dritten und Gre-gor des Neunten, zum Oberhaupte der Kirche'^); derneue Papst Alexander der Vierte war aber, obgleich einMann von frommem Sinne und mildem Gemüthe, dennochweder begabt mir der Gelehrsamkeit und Veredtsamkeit, nochmit dem kräftigen und selbstständigen Geiste seines Vorgän-gers ^°). Da der Papst Alexander sogleich nach seinerThronbesteigung seine ganze Thätigkeit auf die Fortsetzungdes Krieges gegen Manfred, den natürlichen Sohn desKaisers Friedrich und Nachfolger des Königs Conrad indem Königreiche Neapel und Sicilien, richtete, so ließ sichvon ihm keine kräftige Verwendung für die Angelegenheitendes heiligen Landes erwarten. Er sandte jedoch im Jahre1255 den Johannes von Troyes, Archidiakonus der Kirchezu Lüttich, welcher nicht lange zuvor den Krieg des HerzogsSviatopolk wider die Ritter des Schwertordens mit großerGeschicklichkeit bepgelegt hatte, als apostolischen Legaten nachSyrien, übertrug eine ähnliche Vollmacht wie jenem Lega-ten auch dem Patriarchen Jakob von Jerusalem^), und
lg) Maat. ste <gurt>ic> I. c. Vgl.liainaist. Lä g. 1254 ( Negierung desPapstes Alexander IV.) §. r. und da-selbst Manst.
so) Sehr richtig schildert ikni Mat-thäus Paris (acta. 12Z4. x. 8g7 ) :
Vir, Nt ajunr, «alle denignns erIieue religiosus, assiänus in orario-nistus, in Ilststüientia strenuus, seitsiiriiis ariniantinrn serlnoilliiis erxnravis Lvaroruin suggektioniinis in-atillativus.
tu) Das Schreiben, in welchemAlexander dem Archidiakonus Johann
von Troyes seine Ernennung zumLegaten im Königreiche Jerusalem(xrovinaia terosoiomz-tana ) kundthat, wurde im Lateran am 7. De-cember (VII. i- 1 . Deo.) I2ZZ auSge-fertigt und schliehl sich mit den Wvr-
gnaris i-raeillissilc legarionis risst,einin, eorlcm Icgruo inidi existente.An vemsclben Tage wurde auch dieVollmacht für den Patriarchen von