374 Geschichte der Kreuzzüge. Buch VIU. Kap.Xl.
von Tyrus ein Venetianer, welcher eines Diebstahls beschul-digt wurde, ergriffen und aller Vorstellungen ungeachtetunter dem Vorwände, daß den Venetianern der Blntbannnicht zustande, nicht an den venetianischen Statthalter, son-dern an den Meister der Templer ausgeliefert, welcher denGefangenen endlich dem Bailo Marsilius überantwortete.Nach vielen vergeblichen Mahnungen erklärten zuletzt dieBarone des Königreichs Jerusalem dem venetianischen Statt-halter, daß sie ihm nur zurückgeben könnten, was der Re-publik Venedig durch einen Statthalter des Königreichs,nicht aber was derselben durch einen König selbst entzogenworden sey, weil nicht die Königin Mir, sondern Conrad,der Sohn des Kaisers Friedrich, als der rechtmäßige Königvon Jerusalem zu betrachten wäre"). Marsilius berichtethierauf, daß er zwar den Baronen geantwortet habe, dieGerechtsame, welche er znrückforderte, wären wirklich denVenetianern durch einen Statthalter entzogen worden; daßdie Republik Venedig aber zu Tyrus keincsweges in ihrevollen Rechte wieder eingesetzt wurde; und er erwähnt inseinem ersten Berichte vom Jahre i 2 g.z, welcher die Ver-hältnisse der Venetianer zu Tyrus betrifft, nur folgendereinzelner Zugeständnisse.
Der Statthalter bewirkte cs durch seine Beharrlichkeit,daß dem Gerichtshöfe der Venetianer zu Tyrus nicht nur dieGerichtsbarkeit über die auf dem venetianischen Dritttheileder Stadt wohnenden Suriancr, welche die Venetianer zurZeit des Königs Johann von Jerusalem nicht ausübten, zu-gestanden, sondern auch die Bcfugniß ertheilt wurde, über
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