372 Geschichte der Krenzzüge. Buch VIII. Kap. XI.
einen Versuch, den kaiserlichen Marschall durch gütlicheVorstellungen zur Wiedereinsetzung der Veneli'auer in ihreRechte zu vermögen; als Richard aber die venetianischcnBotschafter nicht einmal vor sich ließ und den Venetianernsogar den Frieden aufkündigte *3). so schloß sich Marsiliusden Feinden des Kaisers Friedrich an und beweg Philippvon Montfvkt, Herrn von Turon, und andere einflußreicheMänner des Königreichs Jerusalem zu dem Versprechen,daß sie der Republik Venedig behülflich seyn wollten sowohlzwe Behauptung ihrer Rechte in Ptolemais als zur Wieder-erlangung der Gerechtsame, welche zn Tyrus der MarschallRichard der Republik entzogen hätte ^). Bald daraufwurden die Königin Ali,r von Cypern und ihr Gemahl, Ra-dulph von Svissons durch die syrischen Barone anfge-fordert, bey dem Erzbischöfe von -Tyrus, als damaligemStellvertreter des Patriarchen von Jerusalem, und bey denübrigen Prälaten des Königreichs Ansprüche an den Thronvon Jerusalem zu erheben, welche berücksichtigt wurden;und als Ali'r und ihr Gemahl den gewöhnlichen Eid in dieHände des Erzbischofs von Tyrus leisteten : so verspra-chen sie zugleich, die Gerechtsame des Dogen und des Ge-meinwesens von Venedig in dem ihrer Obhut anvertrautenKönigreiche aufrecht zu erhalten. Marsilius nahm hieraufmit dreyßig Mann Antheil an der Eroberung der Stadt
Kap- 17. S. üoL. öc>7 und Kap. 19.S. 62Z. 626.
no» Iisbcrettir. Bericht des Mar>siliuö Georgiuü.
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46) Am Z. JuniuS 1240 nach Mar-silius-