Theilmihme des A'bendl. an d. Schicks, der franz. Pilger. 267
daß die Schiffe, welche sie dem Könige Ludwig geliefert 2-^br,hatten, und deren Mannschaften eben so wenig als die fran-zösischen Pilger dem Verderben entgangen scyn möchten").
Unter solchen Umstanden, welche der Hoffnung, daßLudwig im Stande seyn würde, in Syrien Ersprießliches zubewirken, keinen Raum ließen, ermahnte die Königin Blancaihren Sohn, schleunigst zurückzukehren und die Verthcidi-gung seines Reiches wieder zu übernehmen. Obgleich derKönig Heinrich von England, und mit ihm viele englischeBarone, Hofleute, Ritter und Geistliche im Marzmonatedes Jahrs 1250 zu London aus den Händen des Erzbi-schofs von Canterbury das Zeichen des heiligen Kreuzesempfangen hatten: so hegte man doch den Argwohn, daßder König von England sein Gelübde nur benutzen wollte,um von dem Adel seines Reichs die Steuern, welche ihmbis dahin waren verweigert worden, zu erpressen^); unddieser Argwohn wurde dadurch bekräftigt, daß der KönigHeinrich ein päpstliches Gebot erwirkte, durch welches dieenglischen Kreuzfahrer angewiesen wurden, nicht anders alsunter der Führung ihres Königs die Meerfahrt anzutreten;und es drang sich der Königin Blanca die Besorgnis) auf,daß der König Heinrich nicht gesonnen seyn möchte, den
inultao arvitates ItLlme, guas iulia-hiwiir Sciuivlriistioui, iir ^.xosra-siam ^roloxssc esseut, icisl hlgisvo-
giosorum consolatlone rovorareu-tur. IVImtir. Uaris 1. o.
22) Oer König Heinrich III. »ahmam Feste der heiligen Perpetua undFelicitas (6. März) mit vielen Rit-tern und Prälaten daS Kreuz. Ml-mili.I'arie x. 774. Schon früher hattender Graf von Lcicester und andere
englische Ritter mit dem Kreuze sichbezeichnet und auch schon wegen derZeit ihrer Abfahrt Beratbungen ge-halten. Vgl. Mollti. Noris aü a. 124N.x. 742 und ast.2. 1250. x. 77A. Mirheftigem Unwillen äußert sich Mat-thäus Paris (x- 774- 77Z) über dieim Texte erwähnte päpstliche Verfü-gung, indem er behauptet, daß derKönig Heinrich für diese Verfügungdem päpstlichen Hofe Geld bezahlrhabe.