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7,1 (1832) Die Kreuzzuege des Königs Ludwig des Heiligen und der Verlust d. heiligen Landes
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Bemühungen des K. Ludwig IX. für die Kreuzfahrt. 47

fahrt zu vereinigen und als kundiger Seefahrer den Befehlüber die ganze Pilgerflotte zu übernehmen. Der Königvon Norwegen aber antwortete auf diesen Antrag, daß dieNorweger ein viel zu reizbares und ungestümes Volk waren,als daß zwischen ihnen und einem anderen Volke von ganzverschiedener Sprache und ganz verschiedenen Sitten ver-derbliche Streitigkeiten verhindert werden könnten, und daßes daher besser seyn würde, wenn die Franzosen und Nor-weger, jedes Volk für sich, die Meerfahrt unternahmen undvollbrachten, was Gott ihnen zu bewirken verstatten würde.Der König Hakon fügte aber zu dieser Erklärung die Bitte,daß der König von Frankreich ihm und seinen Mitpilgerngestatten möchte, auf ihrer Meerfahrt an den französischenKüsten zu landen und daselbst Lebensmittel oder andere Be-dürfnisse zu kaufen. Ludwig willfahrte zwar diesem Ansu-chen, indem er seinen Amtleuten und allen übrigen Beamtenund Getreuen befahl, den norwegischen Pilgern, welche dasfranzösische Gebiet betreten würden, freundliche Aufnahmezu gewahren und den freyen Markt der Lebensmittel undanderer Bedürfnisse zu gestatten, und der König Hakon be-lohnte den französischen Abgeordneten, welcher ihm dieseVerfügung überbrachte, mit kostbaren Geschenken ; Hakonvollzog aber, da ihm der Papst erlaubte, seine Waffen gegenseine heidnischen Nachbaren zu kehren, nicht die verheißeneKreuzfahrt, wie bereits oben gemeldet worden ist^).

Auch der Papst Jnnocenz beförderte durch Ermah-nung und Ermunterung die damaligen Bemühungen desKönigs Ludwig, waffenfähige Männer für den Dienst desHeilandes zu gewinnen. Auf die Bitte des frommen Königs

2) MLilli. Varls 1 , c. I>. 7-ii, woauch die im Texte erwähnte von demKönige Ludwig an seine Beamte er-

lassene Verfügung mitgetheilt wor-den ist.

3) Buch Vlll. Kap. r. S. Zo.

I Cl,r.

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