über die Judenverfolgung im I. 1146. 1;
seinen Augen in Stücke. Dann ergriffen sie ihn und führtenihn auf das Feld, wv sie harte Worte zu ihm redeten undschon sich beriechen, ihn zu tödten. Sie schlugen ihn aufden Kopf und sprachen: Du bist ein angesehener Mann un-ter den Israeliten, darum wollen wir an dir unfern Gotträchen; so wie ihr ihm gethan, so soll es dir auf deinHaupt vergolten werden. Bcynahe wäre seine Seele zurRuhe gekommen ^), wenn nicht die Barmherzigkeit Gottes,welche nimmer aufhört, sich seiner angenommen hatte. DennGott fügte es, daß ein mächtiger Fürst über das Feld zog.Dieser nahm den Rabbi, welcher ihn um Hülfe anrief, aufsein Pferd und redete den Irrgläubigen zu, indem er sprach:Ueberlaßt ihn mir, daß ich mit ihm rede, vielleicht läßt ersich willig finden; wo nicht, so will ich morgen ihn euchzurückgcben. Sic gehorchten seiner Stimme, und so wurdeder Rabbi durch Gottes Schonung aus ihrer Hand gerettet;der Name des Herrn scy gepriesen. Amen!
Wir haben zwar nicht vernommen, daß in den übrigenLändern von Frankreich die Juden erwürgt oder gequältworden; aber doch zog das Volk hinab zu den ThorenDenn der König Ludwig gebot und ließ in seinem ganzenKönigreich ausrufen: Jeder, wer geneigt ist, mit mir zuziehen gen Jerusalem zum Kampf, der soll frei) seyn vonallen Schulden, so er den Juden schuldig ist. So wurdeIsrael gar sehr bedrückt.
25) D. i. bcynahe wäre er wirklichumgebracht worben.
sü! Aich dem Liede der Ocborah,
B. der Richter 5 , n. Nach der vonRabbi Joseph angenommenen Er-
klärung heißen diese Worte so oielold: das Volk geriet!, in die größteBedrängniß und Erniedrigung, wieein Volk, baS aus seiner oom Fein-de eroberten Stadt auszieht.