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Joseph Ben Meir
und Wanderungen der Söhne unserer Völker in den Reichen vonFrankreich und Spanien und den übrigen Ländern. Der Herrbeschirme uns.
Die Chronik reicht bis zum Jahre 1554; sic ist zwar nichtvon mancherlei) Jrrthümern frey, enthalt aber auch vieles Merk-würdige und sonst nicht Bekannte. Der Styl und Ton der Er-Zahlung laßt sich aus der Probe, welche hier mitgcthcilt wird,erkennen. Der Priester Joseph erzählt ii» Tone, oft selbst mitden Worten und Ausdrücken des alten Testaments; der Ver-fasser der Bücher der Könige würde ihn gern als seinen Fortsctzerangenommen haben. Den Nachrichten über die Judenverfolgungim I. 1146 liegt, wie Joseph selbst bemerkt, der Aufsatz einesdeutschen Juden zum Grunde, welcher als dreyzehnjahriaer Knabean der Angst und Noch seines Volkes Anthril nahm. Diese Nach-richten scheinen großenthcils wörtlich aus jenem Aufsätze genom-men zu seyn: denn Joseph unterscheidet diesen Abschnitt sehrbestimmt und sorgfältig von seiner eignen Erzählung durch denUebcrgang, womit er sich zu dem Berichte von den Schicksalender Kreuzfahrer auf dem Wege nach Jerusalem wendet: „Esspricht Joseph der Priester" u. s. w.
Unser Verfasser gibt von der Zeit seiner Geburt und vonseiner Herkunft folgende Nachricht: „Zu dersclbigcn Zeit in demJahre zr;/, welches ist das Jahr 1496, am zwanzigsten Tagedes Monats Decembcr, welcher ist der Monath Tcbeth, bin ich,Joseph, der Sohn Josua's, geboren, aus dem Gcschlcchte derPriester, welche aus Spanien sind ausgctrieben worden, indem Lande Provence zu Avignon an dem Fluß Rhone. Vondannen hat mich mein Vater hinweggeführt, als ich fünf Jahrealt war; und wir haben gewohnt in dem Gebiete der Stadt Ge-nua bis auf diesen Tag." ( Amsterd. Ausgabe, Bl. rra. k>.)
Litterärifche Nachweifungen über die Handschriften und Aus-gaben dieser Chronik finden sich in I. Litzliotlr.