Kreuzjug wider die Wenden. r6i
ihre Wälle und Mauern beschirmt, verschont blieb, plün-s.^l.vertcn Segeberg und verbrannten den reichen Flecken Dar-gun. Hundert Frisische Anbauer aber in dem Flecken Sü-sel , ermuntert durch einen frommen und unerschrockenenPriester, wehrten sich gegen drei Tausend Wenden und trie-ben sie von dannen. Dis Graf Adolf hcrbeykam um dieräuberischen Wenden zn verjagen, hatten diese Zeit genug,alle Deute in Sicherheit zu bringen. Es gieng das Gerücht,daß auch dort Verrath von Christen wider Christen vbgcwal-tet; daß nchmlich von den Holsteinern, welche auf die Ein-ladung des Grafen Adolf in dem verödeten Lande Wagriennach der Eroberung desselben sich angcbauet, aus Neid undMißgunst über die Vorrechte, welche der Graf den gleich-falls dahin gerufenen Holländischen, Frisischen und West-fälischen Anbauern verliehen , die Wenden zu diesem Ein-bruch aufgcfordert worden °); und cs war sehr auffallend,daß in Wagrien alle die von Holsteinern bewohnten Dörferund Marken verschont blieben, diejenigen Dörfer aber, wel-che Graf Adolf Holländern, Frisen und Westfalen eingerräumt hatte, schrecklich verwüstet wurden, so daß die Wen-den die Gränzen dabey genau beachteten.
Erst als die Kunde von dieser gräulichen Verwüstungdes Wagrischcn Landes sich in Sachsen und Westfalen ver-breitet hatte, erhoben sich die Kreuzfahrer und zogen in zwei-großen Hcerhaufen über die Elbe in das Wendische Land.
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