Druckschrift 
3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
Entstehung
Seite
236
Einzelbild herunterladen
 

2 . Cbr.

Im Jul.ngS-

2Z6 Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. Kap. IX.

Damaskus zu überwältigen, damit nicht diese dem christli-chen Reiche so gefährliche Stadt in die Gewalt Nureddinöfiele, was mit vielem Grunde zu befürchten war, da schonFcnki nach ihrem Besitze getrachtet; auch wollte diese Par-tei) durch die Eroberung von Damascus gründlich dieSchmach tilgen, welche durch das mißlungene Unternehmenwider Bvsra auf die Christen gebracht worden ^)-

Um zwischen solchen streitenden Meinungen und Wün-schen zu wählen, begaben sich die beyden in Jerusalem an-wesenden fremden Könige, alle andre Pilgerfürsten, sowohldie geistlichen als die Laienfürsien, mit dem Könige vonJerusalem, den geistlichen und weltlichen Baronen desKönigreichs und den Großmeistern der beyden geistlichenRitterorden nach Ptvlemais zu gemeinsamer Berakhung.

2i) Auch die Muselmänner wußtenes recht gut, mir wie vielen Schwie-rigkeiten sich die Pilgerfürsien endlichzu Einer Meinung vereinigten:Vonollen Seiten, " sv erzählt A b uSchamah,verbreiteten sich dieNachrichten von der Ankunft fränki-scher Schiffe in den Häfen der syri-schen Seeküste, zu Tyrus und Ptolc-mais, wo sich die neu onkommendenPilger mit Lenen vereinigten, welchescbon dort waren. Man sagte, daßnach dem Abgänge derer, welchedurch Schwert, Hunger und Krank-heiten umgekommen waren, ihre Zahlmehr als hundert Tausend betrug.Sic zogen alle nach Jerusalem, vonwo dann mancher, nachdem er seineWallfahrt vollbracht, zu Meer nachHause zurückkehrte. Auch außer vie-lem Volke waren von ihren Fürstenverschiedene Lurch Krankheiten umgs-

kommcn, der Alemanne aber, dermächligste ihrer Fürsten, war demTode entgangen. Sic konnten aberlange sich nicht vereinigen, welchesLand der Gläubigen sie angreifenwollten, bis sie dann endlich einSwurden, gegen Damascus zu zie-hen. "

22) ES waren zu PtolcmaiS anwe-send, so viel Wilhelm von Tyrus(XVI. i.) trennt: r) mit dem KönigeConrad von Pfaffenfürsten: die Bi-schöffe Otto von Freyfmgcn, desKönigs Bruder, Stephan von Metz,Heinrich von Toul, des Grase» Die-terich von Flandern Bruder, undThcotiuus, ein geborner Deutscher,Bischoff von Porttia, welcher alspäpstlicher Legat den König auf die-sem Pilgerzugc begleitete; von Laien-fürsten : die Herzoge Heinrich vonOesterreich, des Königs Brüder,