Die Pilgerhcere im griechischen Kaiscrthum. 12;
der ersten Nacht wurde ihre Freude in großes Leid verkehrt. kbrDenn um die Zeit der Nachtmctte fiel ein sanfter Regen,welcher plötzlich, als eben die Geistlichen von dem nächtlichenDienste in ihre Betten zurückgekehrt waren, in den heftigstenPlatzregen überging; zu gleicher Zeit wurde das Thal voneinem fürchterlichen Wasserstrvm, der sich von dem Gebirgenach einem Wolkenbruch herabstürzte, überschwemmt, dieteyden noch am Tage so kleinen und seichten Flüsse schwollenmit unbegreiflicher Schnelligkeit und traten ungestüm überihre Ufer; ein schrecklicher Sturmwind stürzte die Zelteum und riß sie fort mit dem Wasserstrvm in das nahe Meer,noch che die Wallbrüder ihr Lager verlassen und von derBetäubung des Schlafes sich ermuntern konnten. Schau-dcrvoll war die Verwirrung, welche noch durch die dichteDunkelheit der Nacht vermehrt ward, und klägliches Arrgst-gcschrey erfüllte die Luft. Die Ritter und wer sonst ein Roßhatte, suchte sich mit dessen Hülfe durch die Wasserfluth unddie angeschwsllenen Ströme zu retten, wenige hatten Ruheund Fassung genug, zweckmäßige Mittel der Rettung zuwählen, viele stürzten sich in der Verwirrung in die brau-senden Ströme und ertranken, andere hingen sich angstvollan diejenigen, welche durch Fertigkeit im Schwimmen sichretten konnten, und zogen sic mit sich in den Tod ^).
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