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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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94 Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. Kap. V.

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Baiern blieben daheim. Friedlich zogen neben einandermanche Ritter und Herren, welche wider einander unvcrssehnlichen Haß getragen und in blutigen Fehden gestritten,und betrachteten sich verbunden mit einander durch das ge-meinschaftliche Gelübde zur Eintracht und Brüderschaft;jeder Hader war vergessen oder doch aufgeschobcn. SiebzigTausend war die Fahl allein der geharnischten Ritter, ohnedie Leichtbewaffneten zu Roß und das zahllose FußvolkViele vornehme und muthvolle Frauen folgten ihren Män-nern in ritterlicher Kleidung und Rüstung, um Antheil anden Gefährlichkeiten und Kämpfen dieser heiligen Heerfahrtzu nehmen. Aber auch eine große Fahl von andern 'nicht somuthigen und kraftvollen Weibern erschwerte die Bewegungdes Heers, und unter die edcln, tapfer», frommen deutschenMänner hatte sich viel heimathloses, raubgieriges und sit-tenloses Volk gemischt, welches die Wallfahrt nur als eineGelegenheit ansah, ungestraft zu rauben. Viele frommeWallfahrer, als der fromme Bischoff Otto von Freysingcn,betrachteten zwar die plötzliche Theilnahme so vieler Räuberund Wildfänge an der Gottesfahrt als Beweis der Sinnes-änderung und Reue, welche Gottes Hand in diesem Volkewunderbarlich erweckt aber diese Sinnesänderung undReue war wenigstens nicht dauernd. Der König Conradwar nicht bey dem Heere, als es aus dem Lager bey Regens-

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