Del' heil. Bernhard in Deutschland. 67
und jede Stadt ward selig gepriesen, wo der heilige Mann 7. Chr.seine Herberge nahm. Kranke mancherley Art wurden von ^ihm durch das Gebet, welches er im Glauben und Vertrauenzu Gott über ihnen anssprach, durch das Auflegen seinerHände und das Zeichen des heiligen Kreuzes geheilt; Gicht-brüchige und Gelähmte erhielten durch ihn den Gebrauch ihrerGlieder wieder. Fast durch keinen Ort kam Bernhard, wonicht durch das Geläute der Glocken und den Gesang desVolkes: „Christ uns genädig scy, Kyrie eleison, die Heili-gen alle helfen uns " solche Wunderwerke gefeyert wurden;denn es war in Deutschland Sitte, für die Wunderwerke,welche durch heilige Männer oder wunderthätige Heiligen- -bildcr vollbracht wurden, durch Glockengeläute und jenenGesang Goct und die Heiligen zu preisen H. In den Städ-ten war meistens das Gedränge des Volks um Bernhard sostark, daß seine Begleiter erst durch das Glockengeläuts undden Gesang des Volks es erfuhren, wenn ein Wunder ge-schehen war. Selbst auf der Heerstraße wurden ihm dieKranken entgegengebracht. Zu Constanz verrichtete er nichtminder als auf der Reise mancherley Wunder unter großem
6 ankriär vilr 8 . Lern. x. I1L7.)Am Dienstage (10. Dec.) und Mitt-wochen (11. Dcc.) vollbrachte er ver-schiedene Winidcr zu Schaffhauscn;an letzten« Tage noch setzte ec seinenWeg nach Constanz fort. Am Don-nerstage und Frcytage (12. iz. Der.)war e» zu Constanz. Philipp vonClairvaux (äe inir^cuii- 8 . Ilern,xc Iigr — I'g;.) gibt auf diese Weiseden Weg an, den Bernhard nahm.
iiy 5 . Dast nur in Deutschland dieWunder so gefeyert wurden, undnicht in Frankreich, sagt hernach der
Mönch Eaufrid ausdrücklich in ssi--ncm Briefs an den Bischoff Hermannvon Constanz über dis Wunder,welche von Bernhard auf seiner Rück-kehr von Lüttich bis nach Clairvauxvollbracht wurden, i>. 1197: lU-irci-rns reinen nocnit, nüi Ivuronioo-
srrales propriL !mi,er osnrivL Popel-ins üoniLnle ,(d. i. Zranzöstscher)lillgNLV, guiiins L <1 .-ingnlL gus«--inc miitioui-r rclcrrcnl gr»rias vc»,
E 2