Die Kreuzpredigten in Frankreich. 51
gerechten Fehden wider ihre Mitchristen zu kämpfen, wie soviele ihres Standes, sich für Gott wider die Heiden rvaffne-ten; er sagte Fhr verständig, daß das heilige Land streiten-der Krieger weit mehr bedürfe, als singender und weinenderMönche, und ermunterte die abenthenersüchtigen und kampf-lustigen Ritter so sehr zur Wallfahrt nach dem heiligen Lan-de, als er die Mönche und Priester davon abmahnreWie eifrig nahm er sich nicht des neu gestifteten Ordens derTempler an und mit welcher Begeisterung pries er nicht,außer der Strenge ihres Lebens, auch ihre Thärigkeit undTapferkeit in der Beschirmung und Geleitung dör wehrlosenPilger 2°). Darum stand auch im gelobten Lande der Abtvon Clairvaux in solcher Achtung und solchem Ansehen, daßdie Königin Melisende, welche damals für ihren jugendli-chen Sohn Balduin das Reich Jerusalem regierte, nichtnur, wie andre Fürsten und Prälaten jenseit des Meers, diePilger, welche ihr von ihm empfohlen wurden, mit beson-derer Sorgfalt beschützte und unterstützte, sondern auch gernseinen Rath und seine Ermahnung zur weisen und gerechtenRegierung annahm ^). Der Patriarch Wilhelm von Je-rusalem ehrte die Verdienste Bernhard's um das heiligeLand durch das Geschenk eines Stückes vom heiligen Kreuze,
2y) „luvenis isro, schreibt Bern-hard von einem Pilger, welchen erdem Papst Jnnoccnz (Ich. 552) em-
„ Sausten, 'von einem ihm verwand-ten Pilger an die Königin Mclisen-di!j, (dg-. 206.) guost ast lcmxnselcgit Militärs Oso magis guamraeouio." Vgl. Ich. ZI. Wie drin-gend, mit welcher Beredsamkeit mahnter dagegen den Abt Rainald und
den Mönch Adam von Morimondvon der Wallfahrt ab, und demPapst Coelesti» schrieb er (Ich. 352) -
30) S. Gesch. der Kreuz. Th. II.S. 555 — 557.
31) S. Ich. 20Ü. SLS- Vornehmlich35m 355.
D 2
I. Chr.lt45.