Die Kreuzpredigten in Frankreich.
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versichtlich erwartend, durch Geist und Stimmung des Zeit-alters der Schwärmerei) empfänglich war, sondern zu einemGeschlechte, welches durch die schrecklichsten Erfahrungengewarnt worden. Denn wiewohl bey vielen derer, zu wel-chen er redete, eine fromme Gleichgültigkeit gegen jedeSchwierigkeit des heiligen Unternehmens und ein zuversicht-liches Vertrauen auf seine Verheißungen seiner begeistertenRede entgegenkam, so schreckte doch viele andre die Erinne-rung des schrecklichen Untergangs so vieler trefflichen Heere,welche seit der ersten Meerfahrt des Herzogs Gottfried vonBouillon ohne sichtbaren Nutzen für die Sache Gottes aus-gezvgcn waren; viele warnte das Beyspiel ihrer Verwand-ten, welche der Kreuzfahrt willen ihre Güter veräußert undihre Familie in Armuthsund Elend gebracht hatten und zumThcil, ohne zum Grabe des Heilandes zu gelangen, durchHunger und Seuchen elendiglich umgekommen, oder durchdas Schwert der Saracenen jämmerlich erschlagen waren.Viele, welche selbst der glühendsten Begeisterung für die Hei-ligkeit des Christenthums empfänglich waren, fanden außer-dem zu dieser Zeit die Gelegenheit zu frommer christlicherAufopferung in ihrer Nähe, wie in Frankreich durch denVau prächtiger christlicher Tempel, besonders zu Ehren derheiligen Jungfrau. Dazu vereinigten sich damals in from-me Brüderschaften Vornehme und Geringe, Männer undWeiber jedes Alters, nichr blos des Ortes und der Gegend,wo eine Kirche erbaut ward, sondern selbst entfernterer Ge-genden in großer Zahl. Niemand wurde zu solcher Brüder-schaft zugelassen, als wer seine Sünden reuig bekannte undernstliche Buße that, echte christliche Liebe den Brüdern unddemüthigen willigen Gehorsam gegen die Anordnungen derdem Baue Vorgesetzten Priester gelobte; wer Beleidigungen
). (M.rr4Z.