Die Ktcuzpredigten in Frankreich. zy
Gesandtschaft an den apostolischen Vater beschlossen "), zu- 2.,Thc.gleich aber auch ein Reichstag verabredet, welcher zur För-derung des heiligen Unternehmens am nächsten Osterfest zuVezelay in der Grafschaft Nivernois gehalten werden sollte.
Der Papst Eugen, in der Hoffnung, daß ein Unter-nehmen , welches zur Zeit seines Vorfahren Urban des An-dern, nur von Herzogen und Grafen geleitet, mit so herrli-chem Erfolge gesegnet worden, nicht minder zur Verherrli-chung seines Papstthums gedeihen werde, da ein König zurFührung des heiligen Heers sich erbiete, war keineswegesgeneigt, des Königs Ludwig Bereitwilligkeit zur Gottcsfahrtzu mißbilligen, sondern tobte und pries seinen frommen Ent-schluß als rühmlich und Gott wohlgefällig. Er beklagte esbitter, daß eres sich versagen müsse, selbst das Werk Got-tes in Frankreich zu fördern "), weil er Rom nicht verlas-sen dürfe, um nicht die Stadt aufs Nene der Wuth undden Ausschweifungen der schwärmerischen Partey des Ar-nold von Brescia preis zu geben. Denn wenige Tage nachseiner Wahl war er mit allen Cardinälen aus der Stadtentwichen, um dem Ungestüm, mit welchem jene Parteydie Uebertragung aller weltlichen Gewalt des apostolischenStuhls in Rom an den von ihr eingesetzten Patricius undSenat forderte, sich zu entziehen, hatte im Kloster Farfadie Weihe empfangen und lange Zeit in Viterbv verweilt.
Erst nachdem mit Gewalt der Waffen die Zerstörung der Pa-läste der entwichenen Cardinäle und die entheiligende Um-wallung der St. Pcterskirche gerochen und die Widerspensti-gen zum Gehorsam gezwungen worden, hatte Eugen zumersten Mal in Rom als Papst das Hochamt gefcyert, an
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