Die Kreuzpredigten in Frankreich. z;
in den Forst von Rhodez, wo er lange Zeit sich verborgenhielt Drey Jahre lang trotzte Ludwig, sonst ein demü-thiger Verehrer der Geistlichkeit und gewissenhaft und angst«lieh treu in der Erfüllung aller Pflichten eines frommenChristen, allen Ermahnungen zum Gehorsam gegen denpäpstlichen Stuhl; ihn hatte vornehmlich die Rede des Pap-stes Jnnocenz des Andern erbittert, welche ihm hintcrbrachtworden, ,,man müsse den königlichen Knaben so erziehen,daß er sich nicht an Eigensinn gewöhne" Im Grimmeschwur er sogar mit einem vermessenen Eide auf heilige Re-liquien vor den Ohren vielen Volkes, niemals dem Erzbi-schofs Peter den Einlaß in die Stadt Bourges zu gewäh-ren ; und selbst die Ermahnung des Abtes Bernhard vonClairvaux, der mit aller seiner Zuversicht und Kraft vor ihntrat, hörte er nicht an und entfernte sich zornig von demheiligen Manne ^). Als aber zu Vitry in der Champagnenach Erstürmung der Stadt durch die königlichen Truppenunter Ludwigs eigner Anführung, mehr als Tausend Chri-
z) Odron. Oanlred. Vosiens. inLecneil des Uisroriens ete. I'. XII.?. 455 .
didendnm, ne talidns LLLnescat."6ni1. de I? an Ais 6dron. (inv'^eder^ ZxioileA. 1. III.) »da.ir43. S. 6.
5 ) Lx. 8. Lern. 21 g. Ladnl-xdi de Oleeto Imagines disro-riarnm (in Lo§. I>v^sden Lcrixnor.rer ^.nxlre. x. 5OZ.
6) Bernhard schrieb hernach (Lx.-« 26 ), in seinem und des VtschoffsHugo von Auxerre Namen, an denKönig Ludwig diese kühnen Worte:
„Oternm ad dao sxe (dasi sich derKönig noch bessern werde) paene de-jeeii. nos colIociunLin illnd dadirn.uL
anr irn^orradile dioruni Inisser, §e-cnildnm i^nod zarn res vesrra xro-cessir".
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I. Tlir,
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