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3,1 (1817) Der Kreuzzug der Deutschen und Franzosen unter Conrad III. und Ludwig VII.
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2 8 Geschichte der Kreuz züge. Buch Hk. Kap. I.

eine Freude, welche durch siebenjährige Anstrengungen wohlverdient war ^).

Nicht minder große Ehre wurde ihm von dem Volke zuThcil, so oft er wider die verwegene weltliche Weisheit oderSchwärmerei) seiner Zeit auftrat; aber auch bitterer Tadelund ungerechte Verleumdung wurde ihm dafür zu Theil.In dem Zeitalter Bernhard's suchten viele, welchen die Wor-te der heiligen Schrift zur Uebcrzeugung von den wichtigstenLehren des Christlichen Glaubens nicht genügten, durch aller-ley Klügelei) und Spitzfindigkeit die Geheimnisse des Chri-stenthums zu ergründen und ihrem Verstände begreiflich zumachen, was sie unvermerkt zu Irrlehren führte, welcheschon vor alten Zeiten die Kirche verdammt hatte. Andere,zum Theil von gerechtem Unwillen über manche Mißbräuchein der Kirche ergriffen, wagten, eine völlige Umformung derGeistlichkeit und des Gottesdienstes zu fordern, drangen aufdie Abschaffung der Kindertaufe und andrer Gebräuche,welche sie für bloß menschliches Werk und nicht von Gottgeboten erklärten. Sobald Bernhard sah, wie durch jenedie Einheit des Glaubens, durch diese die Würde des Prie-sterthums gefährdet wurde, so verließ er seine Celle und pre-digte wider die gefährliche Ketzerey und Schwärmerey. Wienicht selten zu einer Zeit fester Glaube und verwegener Un-glaube die Herrschaft über die Gemüthcr Heilen, so fandenauch zu dieser Zeit, wo unzählige Ritter und viele Tausendedes Volks im gelobten Lande, ermuntert durch den Zuspruchund die Verhcissungen der Priester, für die Erwei-terung der Herrschaft Christi auf Erden ihr Blut vergossen,bey dem Volke die Lehren eines Arnold von Brixen, des

§r) Lin. vitr Lern. S> 1121. flgd.