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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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314
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314 Buch VIII. Zwölftcs Hauptstück.

Protestanten dem Könige von Prcusscn mehr als je an').Der König befürchtete, Frankreich werde Wesel und Geldern denOestcrreichcrn übergeben, und wollte daher diese Plätze lieberdurch Hessen, Braunschwcigcr und Holländer besetzen lassen,was sich kaum ausführcn ließ. Auf des Prinzen Vorschlag fer-tigte der König einen geheimen Befehl an die Bürgerschaftenin Wesel und Geldern aus: augenblicklich, wenn die Fran-zosen ausrücktcn, die Waffen zu ergreifen, die Thore zuschließen und nur den preussischen Truppen zu offnen. DerPrinz selbst zog die in seinem Heere befindlichen, weit umherzerstreuten, preussischen Truppen, etwa 2000 Mann, untermancherlei Vorwänden in Hamm und bei Münster zusam-men; weil aber das nicht genügte, so überließ er dem Königedie 23000 Mann, die er selbst ausgchobcn hatte, und dieserschickte von Magdeburg noch 2000 Mann in zerstreuten Truppsnach Hamm, sodaß diese, etwa 67000 Mann, schnell ver-einigt an den Rhein rücken und die preussischen Länder undPlätze besetzen könnten. Auch trat der Prinz mit Genehmi-gung des englischen Ministeriums dem Könige noch 3000Mann von ihm zusammcngebrachter Truppen ab, der HerzogKarl aber 800 braunschweigische Freiwillige, während derLandgraf von Hessen keine Truppen an Friedrich überlassenwollte. So sammelte der Prinz bis Ende November beiDortmund ein ansehnliches Truppencorps. Die Ausführungder Sache wurde vom Könige mit größter Machtvollkom-menheit dem Obersten Bauer übertragen, welchem der Prinzgenaue Anweisungen gab, indem er selbst Lippstadt undHamm mit Hessen besetzte, um diese Plätze dem Königkvöllig zu sichern.

Die Ocstcrrcichcr hatten in den Niederlanden nur gegen4009 Mann, von denen nur 3000 dienstfähig waren. Alssie nun im Dcccmbcr einen Theil dieser Truppen unter Ge-neral Pisa gegen den Rhein aufbrechcn ließen, um Wesel,Cleve und Prcussisch-Gcldern zu besetzen, so rückte am 24. Dc-cembcr Oberst Bauer eilig mit 3000 Mann bis in die Nähe

1) Soubises Schreiben vom 4. Decbr. 1762 an Choiseul bei StuhrII. S. 415.