Feldzug in Sachsen.
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munterte ihn dann auf durch die Aussicht auf eine leichte undglänzende That im bevorstehenden Feldzüge, worauf derPrinz sich fügte und den Oberbefehl behielt'). So wurdedenn mit großer Anstrengung die gesammte StreitmachtMitte Mai in Schlesien und Sachsen auf 120,000 Mannmit 667 Geschützen gebracht, wozu dann unter Czcrnitschcwnoch 18,000 Russen stießen.
Die Ocstcrreichcr stellten mit den Reichs- oder Krcis-truppcn in Schlesien und Sachsen 150—155,000 Mann auf.Sic ließen unter Serbclloni 45,000 Mann in Sachsen, wozudas Rcichshcer von der Saale bis Zwickau kam. Das Heerin Schlesien wurde bis auf 88,000 Mann verstärkt, ohne dieBesatzungen von Glatz und Schweidnitz.
Der König stand diesen mit 78,WO Mann in Schlesien,der Prinz Heinrich mit 42,000 Mann in Sachsen gegen-über. Auf dem rechten Elbufer war noch Waffenstillstand,als schon im Januar General Platcn mit 60W Mann dieReichstruppen von der Saale und die Ocsterrcicher aus demAltenburgischen zu verdrängen suchte, um ausgedehntereQuartiere zu erhalten. Es gelang das anfänglich; dannaber mußte sich Platcn vor der Ucbermacht der Gegner bisgegen Leipzig und Grimma zurückzichn. Der kleine Kriegwurde hier fortwährend sehr lebhaft geführt.
Der König crmuthigte darauf den fortwährend sehr be-sorgten Prinzen Heinrich mit der Hoffnung des Abmarschesder Ocstcrreichcr, wornach er dann mit den Kreistruppcn undden Sachsen unter dem Prinzen Ziaver leichtes Spiel habenwerde. Serbclloni hatte wirklich den strengsten Befehl sichauf der Verthcidigung zu halten und Böhmen und Dresdenzu decken. Er stellte nun 20,000 Mann bei Dresden, 20,000Mann bei Freiberg gegen das Rcichshcer hin auf, zersplit-terte aber seine Truppen sehr. Das, sowie den nun erfolgtenAbmarsch vieler Ocstcrreichcr nach Schlesien nahm der PrinzHeinrich wahr, um den General Serbclloni, der durch diebisherige vcrtheidigungsweise Kriegführung der Preusscn
I) Dic Briefe vom März u. April, Sicbcnjähr. Krieg III. S. 303 ff.-330.