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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch VIII. Neuntes Hauptstück.

der Prinz dem Könige:Die Angelegenheiten waren vordiesem Schlage verzweiflungsvoll; jetzt sehe ich nur zu sehr,was wir zu erwarten haben')." Als die Russen von Post»gegen Schlesien verrückten, Laudon aber bei Liegnitz standund Breslau bedrohte, fürchtete der Prinz die Vereinigungdesselben mit den Russen, in welchem Falle er gar nichtmehr wisse, was er thun solle. Er marschirte daher noch i»der Mitte Juli von Landsberg an der Warthe den Russenzur Seite geradezu nach der Oder in der Richtung gegenGlogau. Er war so mißmüthig über des Königs Unzu-friedenheit, daß er demselben schrieb:Ich soll die Russinvon Frankfurt abhalten, Glogau decken und die BelagerungBreslaus verhindern, das ist eine übermäßige Aufgabe, dieich von Herzen gern einem Geschickten: überlassen würde')."Der König ermuthigtc ihn, nicht Alles von der schlimmstenSeite zu betrachten und dadurch unentschieden und unsicherzu werden.Entschließe Dich, bleibe fest dabei und führecs kräftig aus. Ich beschwöre Dich einen festen Entschlichzu fassen," wiederholt er,besser ein schlechter, als gar kei-ner." Er hoffte, zwischen dem 10. und 12. August werdecs zwischen ihm und Daun zur Entscheidung für den gan-zen Feldzug kommen.Ich werde Alles thun, was Men-schen möglich ist; weder Sorgfalt, noch Ucbcrlegung, nochAnstrengung scheuen, um den Erfolg meines Planes zusichern. Das Uebrigc hängt von den Umständen ab. Beider großen Anzahl von Feinden kann man nicht immer thun,was man will, sondern muß sich das von ihnen verschreiben1. Aug. lassen ^)." Der Prinz ging darauf bei Glogau über die4 . Aug. Oder und rückte auf Breslau. Laudon hob die Belagerungauf und zog sich gegen Jauer hin zurück, um zu Daun znstoßen. Der Prinz Heinrich lagerte bei Kanth.

Unterdessen waren die Russen über Militsch gegenBreslau vorgerückt und den 6. August bis eine Meile da-von nach Hundsfeld gekommen, in der Meinung dort Lau-

1) 26. Juni, bei Schöning Siebenjähr. Krieg II. S. 339.

2) 26. Juli, bei Schöning II. S. 369.

3) 29. Juli, bei Schöning N. S. 370, 371, 372.