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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch VIII. Siebentes Hauptstück.

Stande war so weit vorzugehen. So konnten die Preusse»wesentlich ungehindert Bamberg plündern, sammtliche Haupt-magazine ihrer Feinde zerstören und mit einigen TausendGefangenen und über eine halbe Million Thaler erhobenerContributionen nach Sachsen zurückkehrcn, wo der Prinznun mehrere Wochen ungestört stehen blieb. Die Ocstcmi-chcr wollten, das Rcichsheer solle Böhmen decken, womitdie Rcichsfürsten nicht zufrieden waren, weil sie sich selbstdamit decken wollten, was man ihnen nicht verargen konnte.

Bei diesen Nebenuntcrnehmungcn, welche dem Königeso sehr gelangen, beharrte dieser doch zu Dauns große»,Verdrufse bei seinem Verthcidigungssystem, ließ die Wegenach Böhmen möglichst verschanzen und verhauen und gabsich keine Blöße').

Die Russen, durch Wobersnows Zug aufgestört, zogensich in der Meinung, der König folge ihm, an der Weichselzusammen, gingen dann Ende April 70,000 Mann starküber diesen Strom und erneuerten ihre Magazine an derWarthe. General Soltikoff,'erhielt den Oberbefehl an Fer-mors Stelle, welcher nun unter ihm diente. Kaunitz drängtedie Russen lebhaft, daß es nicht genüge Schlachten zu ge-winnen, vielmehr müßten am Ende des Feldzugs Festungenerobert werden. Er suchte sie durchaus nach Schlesien z»ziehen. Soltikoff hatte so wenig, als vor ihm Fermor undApraxin, Lust viel zu unternehmen und überdies Daun imVerdachte, daß er die Russen aufopfern wolle, ohne selbstetwas zu unternehmen. Die Franzosen suchten die Russenzu bereden auf Berlin zu rücken, um ihre eigenen Bewe-gungen gegen Hannover, nicht aber die Ocsterrcicher inSchlesien zu unterstützen. Als nun die Russen in die Markoder in Schlesien einzufallen drohten, befahl der König demkränklichen General Grafen Dohna, dem er deshalb den Ge-neral Wobersnow an die Seite setzte^), den größten Thcilder Truppen, welche gegen die Schweden gestanden und noch

1) S. bei Stuhr H. S. 236 und Dauns Aeußerung daselbstS. 234.

2) Schöning Siebenjähriger Krieg II. S. 94.