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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Streifzüge und Demonstrationen. 209

abthcilungen kehrten, nachdem sie in fünf Tagen ihre Zweckevollständig erreicht hatten, auf den Wegen, auf denen sie ge-kommen waren, ungehindert mit gegen 2500 Gefangenenzurück. Die Oesterreicher verloren so Kornvorräthe für 50,000Mann auf 4^ Monat und Futter für 25,000 Pferde auf2 Monate, insgesammt 600,000 Thlr. werth.

Die Hoffnung, welche der König hatte, der HerzogFerdinand werde die Franzosen bei Bergen schlagen, derPrinz Heinrich aber das Reichsheer verjagen und ihm dannfrei von Besorgniß 12,000 Mann zukommen lassen, ging,wie wir sahen, nicht in Erfüllung. Er selbst war nicht imStande sich Daun gegenüber zu schwächen, der Prinz Hein-rich wagte nicht sich weit von Dresden und vom Könige zuentfernen. So sehr dieser in ihn drang das Reichsheer an-zugreifen, so viele Schwierigkeiten machte der Prinz geltend.Vergeblich suchte der König diese zu beseitigen: in jedemanderen Kriege, schrieb er seinem Bruder, würde er selbstnicht zu einer solchen Unternehmung rathen, jetzt aber müsseman thun, was menschenmöglich. Unthätigkeit sei dasSchlimmste und gewähre nur eine Galgenfrist'). Währendder König nach Obcrschlesien rückte und es von dem Heere Mai.Devilles reinigte, wendete sich der Prinz, ohne Zweifel durchseines Bruders Worte angeregt und veranlaßt vom HerzogeFerdinand, welcher durch das vereinigte Vorrücken der Fran-zosen zum Rückzuge genöthigt wurde, gegen das Reichsheerund die bei demselben befindlichen Oestcrreicher unter Haddickund Maquire, um diesen einen möglichst starken Schlag vorAnkunft der Russen beizubringen. DerHerzog Ferdinand unter-stützte das, indem er 8000 Mann unter dem General Urs nachRömhild und gegen Königshofen schickte. Zu gleicher Zeit brachder Prinz Heinrich mit drei Heerhaufen, die er selbst und die Ge-nerale Fink und Knobloch führten, gegen Franken auf. Ueberallwichen die Oestcrreicher und Reichstruppcn den Angreifernaus, zogen sich fluchtartig in ein festes Lager bei Nürnberg,schickten ihr Gepäck bereits bis gegen die Donau hin undfolgten demselben nur darum nicht, weil der Prinz außer

1) Schöning II. S. 53.

Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. V. 14