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Rückzug der Franzosen.
fischen Heeres decken sollte, bei Gohfeld in die Flucht. Con-tades, vorn durch den Herzog Ferdinand, im Rücken durchden Erbprinzen eingeengt, im Zwiste mit Broglio, dessenUnthätigkcit er den Verlust der Schlacht zustbrlcb- in derGunst des Hofes gefallen und unschlüssig, befahl die Be-,lagcrung von Lippftadt aufzuhcben und eilte bei Mindenüber die Weser Und auf dem rechten Ufer im Bogen nachKassel, verfolgt von dem auf 15,000 Mann verstärkten Erb-prinzen, während der Herzog, dem sich Minden sogleich er-geben hatte, vorsichtig auf Marburg rückte, wo das fran-zösische Heer nach Verlust eines großen Theilcs seinerMagazine und feines Gepäckes, noch 60,000 Mann stark,Halt machte. Dann ging Contadcs auf Gießen zurück undnahm hier eine Stellung, während der Herzog ihm gegen-überstand und der Graf von Bückcburg Münster wiedereroberte. In dem erbeuteten Gcpäcke fand man Briefe desKriegsministers Bcllcisle vom 18. Oktober 1758 und vom23. Juli 1759, in welchen er Contadcs befahl den ganzenStrich zwischen Weser und Rhein und der Lippe bis Kasselund Marburg völlig auszusaugcn und vor den Winter-quartieren alles zur Wüste zu machen. Der Herzog Fer-dinand ließ diese Briefe drucken, und sic erregten ebensosehr den Abscheu der Bevölkerung vor den Franzosen alsdas Gefühl der Dankbarkeit gegen den Herzog Ferdinand,der sie vor solchem Unglücke bewahrt hatte').
Im französischen Heere war die Verstimmung nach derSchlacht von Minden wegen der großen Märsche, des Ver-lustes des Gepäcks und anderer Unannehmlichkeiten so groß,daß sie sich in Reden ohne Schranken Luft machte. DerMarschall d'Estrces, der Contadcs, über den der Hof sehrunzufrieden war, mit seinem Rathc unterstützen sollte,glaubte daher, daß man durchaus keine Schlacht mehr wa-gen könne, und wollte nur vcrthcidigungsweise verfahren,um den Herzog von Braunschwcig abzuhalten dem Könige
1) Siehe die Kriegskanzlei von 1760 LH. I. S. 75; s. auch Oeuvres<Is IdiLäeric lg 6rLN(1 1. XV. p. 20 und Mauvillon GeschichteHerzog Ferdinands II. S. 71.