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Buch VIII. Fünftes Hauptstück.
sorgen, essen, wenn Andere essen, sich schlagen, wenn jeder-mann sich schlägt, das ists, was die Mehrheit «Feldzügegemacht haben und unter den Waffen grau geworden sein»nennt. Daher kommt die Menge in Mittelmäßigkeit verro-steter Militairs, welche die Ursache ihrer Siege und ihrerNiederlagen weder kennen, noch kennen zu lernen streben.Der kritisch strenge Feuquieres hat uns in der Beurtheilungder Feldherren seiner Zeit den Weg gezeigt, den wir ein-schlagen sollen, uns aufzuklären. Seitdem hat der Kriegsich verfeinert, neue mörderische Ucbungen haben ihn schwie-riger gemacht. Man muß sie zergliedern und das Systemunserer Feinde untersuchen, um die Mittel zum Widerstandewählen zu können." Er wolle nicht von der Ucbermacht sei-ner Feinde sprechen, welche nicht blos Prcussen, sondern jedenFürsten, der ihnen widerstehen wolle, erdrücken müsse, auchnicht von der Methode, deren er sich bedient habe, um ihnenzu widerstehen. Diese könne nicht als Muster gelten, weilsie sich nun bewährt gezeigt habe gegen die Fehler seinerFeinde, gegen ihre Langsamkeit, die seiner Thätigkeit zuHülfe gekommen, und gegen ihre Trägheit jede günstigeGelegenheit unbenutzt zu lassen. „Ich war gezwungen-"fährt er fort, „Vieles dem Zufalle zu überlassen; doch dasVerfahren eines Steuermanns, welcher mehr dem Eigensinnedes Sturmes als der Richtung des Compasses folgt, kannnicht als Regel dienen." Er drückt seine Verwunderungüber die geringe Uebereinftimmung in den Bewegungen dergroßen Heere seiner Feinde aus und über die Langsamkeitin Ausführung ihrer Entwürfe; „mit einem Worte," sagter, „welchen Ungeheuern Fehlern verdanken wir bisher unsereErhaltung!" Sein Hauptaugenmerk war auf die Beobach-tung des österreichischen Heeres, dessen Kriegseinrichtung undFührung, besonders dessen vorsichtig gewählte Märsche, Stel-lungen und Lager gerichtet. Fouque machte ihn in einersehr durchdachten Erwiederung besonders aufmerksam aufdie große Ueberlegenheit des österreichischen Gcschützwcscns,welches zahlreicher und besser bedient war und durch besseres
1) Oeuvres XX. p. 117.