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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch VIII. Viertes Hauptstück.

Zieten nun 5253,000 Mann stark, rückte eilig gegen Daunan, um ihn- vom Angriffe auf seinen Bruder, den PrinzenHeinrich, abzuhaltcn. Als der König in Rcichcnberg, 1^Meile von Dresden angelangt war, setzte Daun den Angriffauf den Prinzen aus; seine Stellung bei Stolpcn war in-dessen so stark, daß sie dem Könige unangreifbar schien, undüberall wich Daun mit seinen Unterbcfehlshabern einem An-griffe aus. Unterdessen bedrohten die Schweden Berlin; derKönig schickte den General Wedelt mit 6000 Mann gegensie; die Schweden nahmen eine feste Stellung hinter Seenund Morästen bei Ruppin und litten, umschwärmt von de»kühnen Prcusscn, dort bald Mangel. Sie wurden nach einemfür sie nicht unehrcnvollcn Gefechte von Wedelt zum Rück-züge über die Ucker gcnöthigt, während der Herzog von Be-vern mit einem Thcile der Besatzung Stettins die Magazinein ihrem Rücken wegnahm, was die Schweden zwang sichüber Prcnzlau an die Peene zurückzuzichen.

16. Sept. Der König machte einen Versuch den eine Meile vonDaun entfernt stehenden Laudon zu überfallen, was jedochbei der Wachsamkeit dieses Feldhcrrn mißlang, der sich nunnäher an Daun hcranzog. Das war die einzige Blöße,welche der vorsichtige Daun seinem großen Gegner in Sach-sen geboten. Unterdessen rückte General Dcvillc aus Mäh-ren mit 5000 Mann nach Obcrschlcsicn, schloß mit 1500Mann Koscl ein und stieß mit seinen übrigen Truppen zumGeneral Harsch, welcher über Silbcrbcrg im Marsche aufNcissc war, um das zu belagern, während Zanus bei Trau-tcnau stehen blieb. Als der König nun sah, daß er Daunbei Stolpcn nichts anhabcn konnte, marschirte er, um ihn vonBautzen und Zittau abzuschncidcn und ihn durch Bedrohungseiner rechten Seite zu entscheidenden Schritten zu bewegen,auf Bischofswerda. Laudon hielt sich seitwärts und deckteDauns rechte Seite; dieser verlegte die Hauptstraße nachSchlesien, wich aber jedem Angriffe aus, weil er ebenso sehrdes Königs entschlossene Gewandtheit fürchtete, als er derGeschicklichkeit seiner Unterbcfchlshabcr mißtraute'). Die

1) Stuhr II. S. 188. Der französische Gesandte Montazet