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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Bstch VIII. Viertes Hauptstück.

gen die Schweden schicken, nach der Lausitz zurückkchren undDcville aus Obcrschlcsicn verjagen. Er hoffte, dieser Feld-zug werde seine Gegner so erschöpfen, daß sie den Frieden !wünschen würden'). Am 11. August, zwei Tage nach seinerAnkunft aus Böhmen in Landshut, brach er von dort auslegte unerhört schnell in 11 Tagen 35 Meilen zurück undtraf am 22. mit seinem Heere im Hauptquartiere des Gra-fen Dohna bei Küstrin ein. Am folgenden Tage, den 23.,ging er, die Russen täuschend, vier Meilen unterhalb-strins bei Güstcbicse mit seinem nunmehr 32,000 Mann star-ken Heere und 117 Geschützen über die Oder und rückte ge-gen die Rüsten an. Zahlreich umringten ihn die Landlcutcmit ihren Weibern und Kindern und empfingen ihn alsihren Retter. Fcrmor, welcher auf die ihm von Daun zurUcbercinstimmung ihrer Bewegungen mitgetheiltcn Entwürfegar keine Rücksicht nahm, hob sogleich die Belagerung-strins auf und stellte sein 50 52,000 Mann starkes Heerzwischen den Dörfern Quartschen an der Mützel und Zorn-1758 dorf auf. Der König brach schon früh den 25. August um25. Aug. Uhr auf, umging im Bogen den linken Flügel der Rus-sen und richtete seinen Hauptangriff auf den rechten Flügel.Er eilte dabei so sehr, daß er sich des in seinen Händen be-findlichen, vom Hauptheere ganz getrennten russischen Ge-päcks nicht bemächtigte, was leicht gewesen wäre und nebsteinigen Märschen allein schon die Russen zum Rückzuge ge-bracht haben würde. Er mochte hoffen, cs werde ihm ohne-hin in die Hände fallen, wenn er die Russen erst geschla-gen; denn bei der Geringschätzung, mit welcher er diese be-trachtete, wollte er ihnen eine tüchtige Lehre geben, sie durcheine völlige Niederlage schrecken und so dauernd zum Rück-züge uöthigcn. Er hoffte, weil ihm die Zeit mangelte, mitseinem tüchtigen schlagfertigen Heere die übermächtigen Feindebald zu schlagen. Die Erbitterung bei dem Anblicke seinesverheerten Landes und der Jubel, mit welchem ihn seine Un-terthanen als Retter empfingen, reizte ihn noch mehr.

1) Sein Schreiben an seinen Bruder Heinrich vom 10. August 1758,bei Schöning I. S. 212 vollständiger als bei Preuß I. S. E,Beilage zu S. 258.