Einnahme von Breslau.
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Zerstörung ganzer Straßen der Umgegend, Wall und Mauerdermaßen in den Stadtgraben warf, daß cs als eine Breschegelten konnte, worauf die Oestcrreichcr die Festung mit 19. Dec.großen Vorräthcn an Lebensmitteln und Geld übergaben.
Die 17,000 Mann starke Besatzung streckte das Gewehr.
„Ich habe," schrieb der König an diesem Tage seinem Bru-der Heinrich, „in meinem Leben keine größer» Hindernissegefunden als bei meiner letzten Unternehmung. Jetzt habenwir Gcnugthuung für alle Schmach, die uns widerfahren,und die Reputation unserer Truppen ist vollständig her-gestellt;" und später: „Das ist doch noch ein Feldzug für drei; 26. Dce.doch mehr vermag ich nun nicht vor Erschöpfung meinesKörpers')." Auch das nur leicht befestigte Licgnitz ergabsich mit vielen Vorräthcn gegen freien Abzug der Besatzung, 28. Dce.welche ein Jahr hindurch nicht gegen Preuffen dienen durfte.
Es blieb den Oestcrrcichern in Schlesien nur noch die Fe-stung Schweidnitz. Fouque schlug eine starke österreichischeAbthcilung bei Landshut, verfolgte und vertrieb sie ausSchatzlar und erbeutete ein ansehnliches Magazin von Mehlund Rauhfuttcr, worauf ihn der König freudig als Im-perator begrüßtes. Fouque schloß darauf Schweidnitz ein. t-Jan.
Der Marschall Kcith war auf Befehl des Königs mit 17. Nov.6000 Mann von Merseburg nach Böhmen marschirt. Nach-dem er dort mehre feindliche Magazine zerstört hatte, warer bis vier Meilen von Prag vorgerückt, von wo bereitsAlles zu flüchten begann. Nachdem er jedoch 14—16,000Oestcrreichcr aus der Lausitz auf sich gezogen und dadurchdes Königs Marsch nach Schlesien erleichtert hatte, war er,besorgt durch die feindliche Ucbcrmacht gefährdet zu werden,wieder nach Chemnitz in Sachsen zurückgcgangcn, wo er 5. Dce.mit seinen nach so starken Märschen dennoch nicht ermü-deten Truppen glücklich eintraf'). Dem Könige, welchergar meinte, Kcith hätte Prag überrumpeln sollen, hatte er
1) Bei Schöning Siebenjähriger Krieg I. S- 111 u. 115.
2) Der König an seinen Bruder Heinrich 26. Dccbr. 1757, beiSchöning Siebenjähriger Krieg 1. S. 111.
3) Keith an seinen Bruder in Dovers Leben Friedrichs II., LH. II.
S. 313. '
Stenzel, Gesch. d. Preussisch. Staats. V. 8