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Schlacht bei Leuthen.
Bataillonen und seinem Siegcsfürsten anfänglich still nach-gezogen, bis ein Grenadier das Lied: Nun danket alle Gott!anstimmte, welches von allen mehr als 25,000 Kriegernandächtig mitgcsungen wurde. Zn der tiefen Dunkelheit derNacht, bei der übrigens ringsum herrschenden, nur von ein-zelnen Kanonenschüssen von Zeit zu Zeit unterbrochenenStille, auf dem Grausen erregenden Schlachtfelds, wo manfast bei jedem Schritte auf eine Leiche stieß, machte der Ge-sang einen tiefen und feierlichen Eindruck. Als das Ka-noncnfeucr hinter Lissa gehört wurde, eilten alle jubelndvorwärts, um ihrem Könige beizustehn. Als so die Generaleund Staabsofficierc, eher als der König vermuthet hatte, inLissa ankamen und ihm Glück wünschten, erwiderte er: „Nacheiner so gethanen Arbeit ist gut ruhen!" Er dankte ihnendann für ihren Muth und Eifer in den gütigsten Aus-drücken: dieser Tag werde den Ruhm ihres Namens sowieder Nation auf die späteste Nachwelt bringen.
Er bewies sich auch dankbar. Dem General PrinzenMoritz von Dessau, den er seit Kolkn mehrfach unverdientgekränkt und der in dieser Schlacht sich ebenso tapfer alsgeschickt bewiesen hatte, rief er noch am Abend auf demSchlachtfclde zu: „Ich gratulire Ihnen zur gewonnenenSchlacht, Herr Feldmürschall!" Als dieser, mit demDienste beschäftigt, den Sinn der Worte nicht sogleich ge-faßt hatte, wiederholte der König: „Hören Sie nicht, daßich Ihnen gratulire, Herr Fcldmarschall?" Da erst verstandder Prinz, daß ihn der König zum Fcldmarschall ernannthabe, und dankte ihm dafür, worauf der König erwiderte:„Sie haben mir bei der Schlacht geholfen und alles voll-zogen, wie mir noch nie einer geholfen hat!" Dem Heerebefahl er bekannt zu machen, wie besonders zufrieden er mitdessen tapferm Benehmen sei. Die Prcussen verloren andiesem wahrhaft glorreichen Tage wenig über 5000, dieOesterreicher gegen 10,000 Lobte und Verwundete, außer-dem aber noch 12,000 Gefangene und 116 Kanonen, fürderen jede der König den Truppen 100 Ducaten auszahlenließ. Das österreichische Heer war dermaßen auscinandcr-gesprengt, daß auch am folgenden Tage nach der Schlacht