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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Vorrücken der Oesterreicher.

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cntgcgcnrücktcn. Er ließ sogleich seinen Vortrab noch einehalbe Meile über Ncmnarkt Hinausrücken und das Heer beidem Städtchen selbst lagern. Als er Abends um acht Uhrdas Vorgehen der Oesterrcichcr auch über die Wcistritz er-fuhr, konnte er seine Freude nicht verbergen und sagte beidem Austhcilcn der Parole lächelnd zum Prinzen Franz vonBraunschwcig:Der Fuchs ist aus seinem Loche gegangen,nun will ich auch seinen Uebermuth bestrafen." Er crthciltesogleich die nöthigen Befehle, um früh am nächsten Tageaufzubrcchcn, in der Ueberzcugung, daß ihm die Oesterreichercntgcgcnkommcn und eine Schlacht anbictcn würden. DerHerzog Karl aber beschloß auf die Nachricht von der An-kunft des Königs in Ncumarkt, sein Heer 2^ Meile davonHalt machen zu lassen. Am folgenden Tage, sehr früh, 5. Dcc.stellte er sein 8090,000 Mann starkes Heer mit 210leichten Geschützen so auf, daß dasselbe in der Ausdehnungvon mehr als einer deutschen Meile von Nipcrn über diegroße Breslauer Landstraße bei Frobelwitz nach Lcuthcn bisSagschütz unfern der Weistritz reichte.

Das prcussische 32,000 Mann starke Heer, mit 96 leich-ten und 70 schweren Geschützen, brach frohen Muthcs vonNcumarkt auf, indem die Soldaten unter Begleitung derFeldmusik ^geistliche Morgenlicder sangen. Die Nachricht,der Feind sei vorgerückt und die Schlacht nahe, erregte all-gemeine Freude. Die Preussen konnten kaum den Augen-blick des Angriffs erwarten. Der Monatstag des Siegesbei Roßbach galt ihnen als gute Vorbedeutung. HinterBorna auf der Landstraße Istand der Graf Nostitz mit fünfReiterregimentern, unter welchen drei der sächsischen Regi-menter waren, welche bei Kolin den Ausschlag gegeben hat-ten und jetzt zu spät gekommen waren, um Ncumarkt zuverthcidigen. Als Nostitz eben ansing sich zurückzuzichn,griffen ihn die preussischcn Husaren an, hieben viele seinerLeute nieder, nahmen 540 gefangen und verfolgten ihn bisvor die österreichische Schlachtlinie, fast ohne selbst Verlust zuleiden. Das hob den Muth der Soldaten immer mehr undstimmte den König zur heitersten Laune.

Der Anmarsch der Preussen schien den rechten öster-