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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Schlacht bei Breslau.

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der schwache Alte seinem Könige erhalten wollte'). Es wurde! das den Soldaten nicht einmal bekannt gemacht; diese, fast

! sammtlich gcborne Schlesier, denen eingeredet wurde, ihr

l Land sei nun doch für den König verloren und sie würden

! ihre Heimat nicht Wiedersehen, die dazu fürchteten in harte

f Gefangenschaft zu gerathen, wurden aufsässig. Die Solda-

> ten eines ganzen Bataillons auf der Hauptwachc gingen

l noch vor dem Einrücken der Oesterreicher zu diesen über, in-

dem sie die Gewehre und Posten im Stiche ließen. Dieübrigen folgten ihnen fast sammtlich, indem sie von denOesterreichern noch Geld dazu erhielten, so daß von 4288Mann der Besatzung außer 120 Officieren nur 471 Mann25. Nov.ausrückten, welche sich nachher ebenfalls noch zum Theileverliefen. In Breslau zeigte sich besonders die Stimmung

der Katholiken für Maria Theresia. Um das Vertrauen derProtestanten zu erwerben, wurde ein reformirter General zumGouverneur, ein lutherischer zum Commandanten ernannt.

! In den Kirchen aller Glaubensbekenntnisse wurde feierlicher

! Dankgottesdienst gehalten. Der Inspector Burg stellte die

^ rechte Andacht einer Stadt vor, welche Gott wieder unter

> den Sccptcr führt, unter dem ehemals ihre Vorfahren glück-lich gewesen, so daß er keiner Partei Anstoß gab. Der Eccle-siast Weinisch dagegen verglich Breslau mit einer verlaufenenMagd, zu welcher Gott sagte, wie ehemals zu Hagar:Kehrewieder um zu deiner Frau und demüthige dich unter ihrerHand!" worauf er mit den Worten des Evangeliums:Ge-lobt sei, der da konimt im Namen des Herrn!" eine etwasplumpe Anwendung auf die österreichische Regierung machte^).

In der Domkirche hielt der Bischof, Graf Schaffgotsch, ineigener Person das feierliche Hochamt in Gegenwart des Her-zogs von Lothringen und der österreichischen Generale. Die-ses Benehmen des uns bereits als leichtsinnig und charak-

1 terschwach bekannten Grafen Schaffgotsch, welcher dem Könige

1) S. Bericht des Grafen Golz in Schönings Artillerie II. S. 358.

2) So die glaubwürdige Nachricht des Oberconsistorialraths Ger-! hard in Menzels topographischer Chronik von Breslau II. Nr. 97,

! S. 746.