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5 (1854) Von 1756 bis 1763
Entstehung
Seite
70
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70 Buch VIII. Zweites Hauptstück.

gen, bei Stade und auf dem linken Elbufer im Lauen-burgischcn, Cantonnirungsquartiere beziehen sollten'). Uebcrdie Dauer des Vertrags, über das Verhältniß des hannover-schen Landes wurde nichts festgesetzt und die Hannoveranersowol als die Miethstruppen blieben vollständig bewaffnet.

Nach Zurücklassung einer kleinen Heeresabtheilung beiKloster Scevcn führte der Herzog von Richelieu seine übrigenTruppen nach Celle zurück, um die preussischen Länder aufdem linken Elbufer in Besitz zu nehmen, welche ihm nunwiderstandslos preisgegeben waren. Richelieu verhandeltemit den Landesherren der Miethstruppen, um diese in fran-zösischen Sold zu nehmen. Der Herzog von Braunschwcig,der Schwager Friedrichs, hatte ihm bereits seine festen Plähe30 . Sept. übergeben. Sein Minister vertrug mit Oesterreich, daß diebraunschweigischen Truppen von dem hannoverschen Hemabberufen werden und zum Reichsheere stoßen sollten, ja derHerzog zeigte sich geneigt ganz auf die Seite Frankreichszu treten °).

12. Sept. Nun rückten auch die Schweden unter dem MarschallUngern-Sternberg, 22,000 Mann stark, über die Peene vorund durchstreiften, zwar nicht mordend und brennend wiedie Russen, auch nicht plündernd wie die Französen, jedochstarke Kriegssteuern erhebend, die kleine Uckermarks, ohnedaß ihnen der König nur den geringsten Widerstand hätteentgegensetzen können. Die schwache Besatzung von Stettinreichte kaum hin, diese Festung zu verthcidigen. Die Markstand den Schweden wehrlos offen, und es wurde darangedacht, es sollte eine französische Hceresabtheilung überdie Elbe gehen und vereint mit den Schweden Berlin ein-nehmen.

Zn dieser schrecklichen Lage, seine sämmtlichen Ländervon übermächtigen Feinden überzogen und zum Theil wider-

1) Bei Wenck III. S. 152.

2) Stuhr I. S. 121; s. den Vertrag vom 20. Septbr. in derKriegLkanzlci 1753 III. S. 119.

3) Binnen 6 Wochen 200,000 Lhlr. Contribution, Heldengesch. IVS. 687.