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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Vertrag von Kloster Seeven.

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Bunzlau nach Liegnitz, wo er unverfolgt mit einigen und30,000 Mann anlangte, während die Ocsterreicher ihm zurSeite über Löwenbcrg vorgingen. Es war wenig Hoffnung,daß der Herzog sich werde in Schlesien gegen die überlegeneMacht der Oesterreicher behaupten können.

Um dieselbe Zeit war durch Hofränke an der Stelle desMarschalls d'Estre'es der Herzog von Richelieu Oberbefehls-haber des französischen Heeres in Niedcrsachsen geworden.

Dieser durch glänzende Laster und glänzende Tapferkeit undGlück bei der Vertheidigung von Genua und der EroberungMinorkas, sowie durch Gewandtheit ausgezeichnete, leicht-sinnige und genußsüchtige Hof- und Kriegsmann war sonder-barer Weise zum Oberbefehlshaber eines französischen Heeresim Interesse Oesterreichs ernannt worden, während er sich,den Grundsätzen seines Großoheims, des Cardinals, gemäß,überzeugt hielt, daß zwischen Frankreich und Oesterreich einenatürliche Feindschaft auf Leben und Tod herrsche und dasBündniß mit Oesterreich allen richtigen Grundsätzen ent-gegen, für die Dauer unhaltbar, ja für die Würde desfranzösischen Volks so verletzend sei, daß in Folge desselbeneine Revolution entstehen könne'). Er hatte den ausdrück-lichen Befehl erhalten, das Land zwischen Weser und Elbeeinzunehmcn und besonders im Preussischcn den Einwohnernkeine Waffen in den Händen zu lassen. Er hatte sogleichden durch seine Unfälle betäubten Herzog von Cumberlandbis nach Kloster Seeven zwischen Bremen und Hamburgzurückgedrängt. Hier wurde unter Vermittelung des däni-schen Ministers, des Grafen Rochus von Lynar, zwischen beiden 8. Sept.Heerführern ein Vertrag geschloffen, vermöge dessen dieFeindseligkeiten aufhörcn, die hessischen, braunschweigischen,sachsen-gothaischen und lippc-bückeburgischen MicthstruppenEntwaffnet und nicht als Kriegsgefangene in ihre Heimatzurückgehcn, dort wie der König von Frankreich und dieHöfe, denen sie gehören, Übereinkommen würden, verlegtwerden sollten, die Hannoveraner aber in zwei Abtheilun-

1) Siehe die Anführungen und Auseinandersetzungen bei StuhrSiebenjähr. Krieg S. 52.