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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Buch VIll. Erstes Hauptstück.

zugleich auch noch durch seine Reserven seinen gefährdetenrechten Flügel, ohne daß der König das bemerken konnte, dervielmehr, überzeugt von dem guten Erfolge seines Entwurfs,mit Heiterkeit äußerte:Sicher verläßt sich Daun mehr aufseinen festen Posten als auf die Tapferkeit seiner Truppen."Zicten warf indessen mit 80 Schwadronen Nadasdys Reiter,während Hülsen mit 10 Bataillonen das tapfer vertheidigteKrczezor und 7 Kanonen, dann hinter dem Dorfe einen vonOestcrreichern besetzten Eichbusch nahm, wodurch allein dasweitere Vordringen möglich wurde. Er erwartete nun wei-tere Unterstützung, wozu der gesammte linke. Flügel unterdem Prinzen Moritz von Dessau eiligst heranrückte. Plötz-lich rief diesem der König gegen die von ihm selbst gegebeneSchlachtordnung: Halt! Front! zu. Der Prinz, welcher dieGefahr begriff, welche die Aenderung des Entwurfes mittenin dessen Ausführung für die Schlacht haben müsse, that,als hätte er nichts gehört und rief: Marsch! Marsch! DerKönig wiederholte seinen Befehl zu halten und aufzumar-schiren. Der Prinz machte, ohne ihn zu befolgen, vergeb-liche Vorstellungen, daß der linke Flügel noch gestützt wer-den müsse! Da sprengte der König, heftig aufgebracht, in-dem er mit gezogenem Degen den Prinzen bedrohte, auf die-sen zu und rief:In des Teufels Namen, machen Sie Front,wenn ich es befehle!" worauf der Prinz gehorchte und be-trübt zu seinem Neffen, dem jungen Fürsten Franz, sagte:die Schlacht ist verloren."

So marschirten 22 Bataillone gerade der ChotzemitzcrHöhe gegenüber auf und rückten, sich doch links ziehend, ge- ^gen sie vor, während der rechte preussischc Flügel ruhig ste-hen bleiben sollte. Noch war der linke preussische Flügel imVorschritte. Hülsen drang, unterstützt durch den unerschrocke-nen Angriff des Prinzen Moritz, auf die Höhen bei Krcze-zor weiter vor, ein Theil der ersten österreichischen Linie war iim Weichen, und die Schlacht hätte vielleicht noch gewonnenwerden können, wenn die 100 Schwadronen Reiter unterZieten angegriffen hätten, welche jedoch, wahrscheinlich umNadasdy abzuhalten, unthätig blieben. Ganz unzeitig nahmauch General Manstein mit 5 Bataillonen des rechten Flü-