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5 (1854) Von 1756 bis 1763
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Schlacht bei Prag.

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behaupten konnten. Unterdessen waren die übrigen 12 Ba-taillone des linken Flügels, den der König nun selbst her-anführte, aufmarschirt, rückten unterstützt durch das Feuervon 16 schweren Geschützen vor und warfen die österreichi-schen Grenadiere völlig, so daß diese, nicht unterstützt vonI ihrer Reiterei, das Schlachtfeld räumten. Der Herzog vonBraunschwcig-Bevern folgte den Bataillonen, welche zuerstdie feindliche Linie durchbrochen hatten, rechts gegen dasCcntrum hin, und zugleich erstürmte der rechte preusstscheFlügel, wo sich der Prinz Heinrich von Preußen durch Ta-pferkeit und Entschlossenheit auszeichncte, obwol mit großemVerluste bei der hartnäckigen Vertheidigung, den Tabor-bcrg. Unter fortwährendem Kampfe wichen die Oesterrcicher,nur zum Theilc in Unordnung, nach Prag zurück. Es ge-lang ihnen das, weil der Prinz Moritz von Dessau wegen> Mangel an Pontons nicht hatte oberhalb Prags über dieMoldau gehen und ihnen den Rückzug nach der Stadt, wiebeabsichtigt war, abschneiden können. Der verwegene Seid-litz, welcher mit der Reiterei durch den Fluß setzen wollte,versank fast im Triebsande und wurde nur mit großer Müheund Gefahr gerettet. Der Feldmarschall Keith wehrte denOesterrcichern das Ausbrechcn auf dem linken Ufer.

Um 8 Uhr endete die Schlacht. Sie kostete den Preusscnmehr als bis dahin irgend eine andere, nämlich über 12,000Todtc und Verwundete, und unter den fünf Generalen,welche auf dem Felde blieben oder an ihren Wunden star-. ben, auch den Feldmarschall Schwerin. Prcussen verlor an! ihm den erfahrensten Feldhcrrn seiner Zeit, die Soldaten

> ihren Vater; denn selten besaß ein Feldherr in dem Gradewie er zugleich die Liebe und die ehrfurchtsvolle Achtungseiner Untergebenen. Friedrich sagte:Schwerin allein warüber 10,000 Mann werth. Sein Tod machte den Sicgcs-lorbeer welk, der durch ein zu kostbares Blut erkauft war.Dieser Tag sah die Säulen des preußischen Fußvolkesfallen."

Die Oesterreicher verloren über 13,000 Mann, unterwelchen der tüchtige Marschall Brown, der an seinen Wun-

> den starb, und 33 Geschütze gegen 5, welche sie erobert hatten.